Stefanie Makiola belegt überraschend Gesamtrang zwei beim 11. Bergmarathon in Marßel
Marßel. Helmut Schöne von der LG Ultralauf hat beim 11. Bergmarathon der SG Marßel die mit Abstand meisten Kilometer in den vorgegebenen acht Stunden absolviert. Der 50-Jährige bewältigte 71,14 Kilometer und 31 volle Runden im Marßeler Pellens-Sportpark. Für Schöne wurden zudem 1457 Höhenmeter notiert. Etwas überraschend tauchte auf Platz zwei der Gesamtwertung beider Geschlechter mit der Oldenburgerin Stefanie Makiola (Kohai-Do) eine Frau auf. Die 34-Jährige beendete ihren Wettbewerb nach acht Stunden mit 29 Runden, die einer Strecke 66,55 Kilometern und 1263 Höhenmetern entsprachen.
„Es war wieder mal ein super toller Tag und hat mir viel Spaß gemacht. Mein besonderer Dank gilt dem Orga-Team. Was dieses immer wieder auf die Beine stellt, ist einfach großartig. Es war ein toller Lauf mit vielen nette Leuten und Sonnenschein pur. Auch das Grillen danach war eine super Idee. Ich freue mich schon auf den nächsten Lauf in Marßel“, lobte Stefanie Makiola aus Oldenburg den Nordbremer Veranstalter über den grünen Klee.
Der 60-jährige Hans-Heinrich Peper (Altklosteraner) belegte mit 25 Runden und 57,37 Kilometern Gesamtplatz drei. Direkt dahinter reihte sich mit Olaf Häsler von der SG Marßel auch bereits einer der vier Organisatoren des Spektakels ein. Er packte 24 Runden, 55,08 Kilometer und fügte seiner Serie 1128 Höhenmeter hinzu. Olaf Häsler organisierte die Veranstaltung an der Seite seines Bruders und Klubkollegen Uwe sowie mit Wiebke Dettmering und Helmut Rosieka vom 100 Marathon Club.
Rosieka war mit seinen 69 Jahren der älteste Bergmarathon-Teilnehmer. Der Nordbremer lief gemeinsam mit seinem acht Jahre jüngeren Vereinskameraden Winfried Böttjer, mit Olaf Häsler, Günter Liegmann (TV Georgsmarienhütte) sowie Maria Rolfes (LTV Waldschleicher Lohne). Das Quintett teilte sich schließlich mit jeweils 55,08 Kilometern die vierte Position. Die Vielstarter Liegmann und Rolfes sind darüber hinaus unter anderem Mitglieder beim 100 Marathon Club.
Auch Dirk Oesten von der TuSG Ritterhude ließ es sich nehmen, an dem Acht-Stunden-Lauf teilzunehmen. Der 48-Jährige bildete zusammen mit Uwe Rotte vom Team Erdinger Alkoholfrei sowie Frank Glander vom Verein Laufen gegen Leiden eine kleine Gruppe, die am Ende 23 Runden, 52,78 Kilometer und 1081 Höhenmeter verzeichnete. Damit lag das Trio gemeinsam auf dem neunten Platz.
Eine Runde im Johannes-Pellens-Park betrug 2,295 Kilometer, die vorher extra mit einem Laufrad vermessen worden waren. Nur wer eine Runde komplett absolviert hatte, bekam diese bei der Endwertung angerechnet. In jeder Runde sammelten die Läufer 47 Höhenmeter.
Insgesamt beteiligten sich 18 Läufer- und Läuferinnen an der kräftezehrenden Veranstaltung in den "Marßeler Bergen". Mit Monika und Dieter Sandelmann, Gerhard Loger und Frank Dams war auch ein Quartett der Ultrafriesen mit von der Partie. Die Eheleute Sandelmann verbuchten dabei gemeinsam jeweils 21 Runden und 48,19 Kilometer. Auch Loger und Dams liefen zusammen. Für sie wurden 19 Runden und 43,60 Kilometer registriert. Rita Stoyke vom STV Barßel bildete mit elf Runden und 25,24 Kilometern das Schlusslicht. Davon ließ sich die 48-Jährige aber nicht den Spaß verderben: „Es war eine ganz tolle, top organisierte und familiäre Veranstaltung. Das Streckenprofil ist für Flachländer zwar schon sehr anspruchsvoll, aber sehr kurzweilig. Der Versorgungsposten war top, die Betreuung spitze.“
Der nächste Bergmarathon findet am Sonnabend, 2. Dezember, als 50,5-Kilometer-Lauf statt. Dann wird es auch wieder einen Halbmarathon im Programm geben, der bei der elften Auflage nicht angeboten wurde. „Wer Lust hat, kann in Bremen den höchsten Berg Europas besteigen“, sagt Olaf Häsler in Anlehnung daran, dass bei der Sammlung der Höhenmeter in mehreren Läufen der Serie irgendwann mehr Meter zusammenkommen, als der Mont Blanc in Frankreich aufweist.

Aus "Die Norddeutsche" vom 02.06.2017

3. Marßel-Open: 17-jähriger Lesumer sichert sich überraschend den Siegerpott
Delan Tchelidze vom TSV Lesum-Burgdamm feierte einen Doppelerfolg.

Marßel. Über ein Rekordmeldeergebnis freuten sich die Organisatoren der „3. Marßel-Open“. Mit 219 Startern waren beim Tischtennis-Turnier der SG Marßel etwas mehr Teilnehmer dabei als im vergangenen Jahr. Bedauerlich sei nur gewesen, dass das Interesse der Jugendlichen merklich nachgelassen hatte. Dafür sorgte aber einer der Nachwuchsspieler für die größte Überraschung bei der zweitägigen Veranstaltung: Delan Tchelidze vom TSV Lesum-Burgdamm gewann nicht nur die leistungsmäßig stärkste Jugend-Konkurrenz, sondern setzte sich danach auch noch in der Erwachsenen-Klasse IV (bis 1400 QTTR) durch.
„Dort wollte er eigentlich gar nicht an den Start gehen“, verriet Rolf Ahrens von Marßeler Organisationsteam. Sein Einsatz ­wurde belohnt. Denn der 17-jährige Lesumer lieferte sich am Ende mit Sascha Lewandowski vom TV Bremen-Walle 1875, der im Halbfinale Jugendspieler Geovanni Rajca (Neurönnebecker TV II) mit 3:2 besiegt hatte, ein spannendes Match: Tchelidze, der zunächst mit 5:11 und 8:11 ins Hintertreffen geraten war, gewann die folgenden drei Durch­gänge (11:4, 11:6, 11:9) und durfte nach dem letzten Turnier des Tages zu später Stunde seinen zweiten Siegerpokal entgegennehmen. „Delan Tchelidze hat Zukunft. Er agiert für sein Alter schon sehr abgeklärt und kann sich gut auf seine Gegner einstellen“, lobte Rolf Ahrens den Sportler.
Im Wettbewerb der Jugend I (bis 3000 QTTR) maßen sich 16 Nachwuchstalente aus Bremen und der näheren Umgebung: Der Rönnebecker Geovanni Rajca schied dort ebenfalls im Halbfinale nach einer 2:3-Niederlage aus. Gegner war der nach QTTR-Werten am höchsten eingestufte Fabian Krause von der TuSG Ritterhude. Delan Tchelidze hatte sich mit einem 3:2-Sieg gegen den Daniel Seifert vom ATS Cuxhaven für das Finale qualifiziert. Zum Schluss setzte sich der Lesumer gegen den Hammestädter mit 9:11, 12:10, 11:6 und 11:7 durch.
Auch in den beiden anderen Jugend-Konkurrenzen kämpften sich die Teilnehmer aus Bremen-Nord bis in die Finals. Über den Turniersieg in der Klasse II (bis 1300 QTTR) freute sich Mohamad Alchalabi vom Neurönnebecker TV. Er beeindruckte mit einem 3:0-Endspielerfolg gegen den Ritterhuder Florian Kriesel. Dem NTV gehört auch Mohammad Sammour an, der sich im Finale der Jugend III (bis 1000 QTTR) nach einer Zwei-Satz-Führung von Simon Stückemann (TV Eiche Horn) noch die Butter vom Brot nehmen ließ.
Gut besetzt waren die fünf Erwachsenen-Wettbewerbe, überwiegend mit Teilnehmern aus der Region, aber auch mit Gästen beispielsweise aus Köln, Ingolstadt, Nürnberg und Chemnitz. „Wir hatten kaum Ausfälle durch unentschuldigtes Nichtantreten, trotz des schönen Wetters und des Werder-Spiels am Sonnabend“, bemerkte Rolf Ahrens. Aus Nordrhein-Westfalen kam der Sieger der Erwachsenen I: Dirk Vogelsang, die Nummer zwei des Landesliga-Vizemeisters TTC SW Velbert, setzte sich gegen den ebenfalls an Position zwei eingesetzten Bezirksliga-Spieler Tobias Burkhardt von der SG Aumund-Vegesack II mit 3:1 durch.
„Bis ins Finale zu kommen, war eine gute Leistung von Tobias Burkhardt“, fand Rolf Ahrens. Im Wettbewerb der Leistungsstärksten (bis 1850 QTTR) kamen auch die Starter des Neurönnebecker TV sehr weit. So mussten Jugendspieler Maxime Meger und Vlad Marjasov erst im Halbfinale die Segel streichen.
44 Aktive kämpften bei den Erwachsenen II (bis 1700 QTTR) um die Siegertrophäe. Die eroberte zum Schluss Hendrik Lars Gerken von der TuSG Ritterhude durch ein 3:0 gegen Lars Wöbker vom VfL Emslage. Mit Thomas Fritsche (TuS Ebersdorf) und Richard Tröger (WLSG Nürnberg) machten zwei aus der Ferne Angereiste den Turniersieg in der Klasse III (bis 1550 QTTR) unter sich aus. Am Ende gewann der Sachse knapp mit 3:2. Bis ins Halbfinale drang Melanie Haumann von der SG Marßel bei den Erwachsenen V (bis 1300 QTTR). Dort unterlag sie dem späteren Sieger Rudolf Alfani vom TV Eiche Horn in drei Durchgängen (6:11, 3:11, 8:11).
Für die Teilnahme an der Damen-Konkurrenz (bis 1400 QTTR) interessierten sich nur sieben Sportlerinnen. Spannend verlief der Vergleich nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ trotzdem, denn am Ende waren die beiden Erstplatzierten Joanna Hahn (TV Sottrum) und Anna-Lena Zwingel (OSC Bremerhaven) nicht nur punktgleich, sondern für sie schlug auch das gleiche Satzverhältnis zu Buche.

Ergebnisse:
Herren, bis 1300 QTTR, Finale: Rudolf Alfani (TV Eiche Horn) – Daniel Long Wendt (FC Rastede) 3:0 (11:6, 11:9, 11:2). bis 1400 QTTR: Delan Tchelidze (TSV Lesum-Burgdamm) – Sascha Lewandowski (TV Bremen-Walle 1875) 3:2 (5:11,, 8:11, 11:4, 11:6, 11:9). bis 1550 QTTR: Thomas Fritsche (TuS Ebersdorf) – Richard Tröger (WLSG Nürnberg) 3:2 (10:12, 11:8, 11:6, 6:11, 11:5). bis 1700 QTTR: Henrik Lars Gerken (TuSG Ritterhude) – Lars Wöbker (VfL Emslage) 3:0 (11:8, 11:8, 11:8). bis 1850 QTTR: Dirk Vogelsang (TTC SW Velbert) – Tobias Burkhardt (SG Aumund-Vegesack) 3:1 (5:11, 11:6, 11:2, 11:6).

Jugend, bis 1000 QTTR: Simon Stückemann (TV Eiche Horn) – Mohammad Sammour (Neurönnebecker TV) 3:2 (5:11, 9:11, 12:10, 11:8, 11:9). bis 1300 QTTR: Mohamad Alchalabi (Neurönnebecker TV) – Florian Kriesel (TuSG Ritterhude) 3:0 (12:10, 11:7, 11:9). bis 3000 QTTR: Delan Tchelidze (TSV Lesum-Burgdamm) – Fabian Krause (TuSG Ritterhude) 3:1 (9:11, 12:10, 11:6, 11:7)

Damen, bis 1400 QTTR/Modus „Jeder gegen jeden“: 1. Johanna Hahn (TV Sottrum), 2. Anna-Lena Zwingel (OSC, 3. Jessica Zeuke (ATS Cuxhaven) 4:2 Punkte LAN

Aus "Die Norddeutsche" vom 26.05.2017

Tischtennis-Regionalligist SG Marßel ist mit dem 7:7 beim Drittletzten Germania Schnelsen nur halbwegs zufrieden
Marßel. Die SG Marßel scheint in der Tischtennis-Regionalliga Nord der Frauen derzeit auf Unentschieden abonniert zu sein. Nach dem Remis beim Schlusslicht Spvg. Oldendorf ergatterten die Nordbremerinnen auch in der Partie beim Drittletzten TuS Germania Schnelsen ein 7:7. „Damit sind wir nicht ganz zufrieden, haben aber den verlorenen Punkt von Oldendorf wieder hereingeholt“, bilanzierte SG-Trainer Thomas Bienert.
Melanie Haumann aus dem zweiten Team ersetzte bei den Gästen Egle Orlovaite. Durch das Fehlen der Nummer eins rückten die anderen Marßelerinnen in der Rang­folge der Spielerinnen natürlich alle um eine Position nach oben. Eine der Garantinnen für das Unentschieden beim Gast war Jennifer Bienert. Sie gewann zunächst das Doppel an der Seite von Irina Skachkova und ­setzte sich im Anschluss auch in ihren Einzeln gegen Min Jiang Ding, Viet Thanh Tran sowie Julietta Reinecke durch.
„Jenni hatte einen Supertag“, freute sich ihr Vater Thomas Bienert. Vor allem der überraschend deutliche Erfolg über Schnelsens Nummer eins, Min Jian Ding, über­zeugte den Übungsleiter: „Jenni war schnell am Tisch und hat gute Spin- sowie knallharte Rückhandbälle gespielt.“ Auch gegen die beiden folgenden Noppen-Spielerinnen sei seine Tochter sehr konzentriert aufgetreten und habe insgesamt wenige Fehler gemacht. Dies führte dazu, dass Jennifer Bienert gerade einmal einen Satz in den Einzeln abgeben musste.
Klara Bruns und Melanie Haumann waren im Duell mit Schnelsens Spitzendoppel mit Min Jian Ding und Viet Thanh Tran nicht chancenlos. Nach einem klar gewonnen ersten Durchgang glichen die Favoritinnen zwar aus. Doch im dritten Durchgang sahen Bruns/Haumann bereits wie die sicheren Siegerinnen aus. „Klara und Melanie haben das Spitzendoppel der Gastgeberinnen geärgert, aber leider den dritten Satz trotz hoher Führung verloren. Sonst wären die Gegnerinnen vielleicht nervös geworden“, ­sagte Thomas Bienert.
Die Leistungen von Klara Bruns in den Einzeln waren durchwachsen. Das erste Match gegen Julietta Reinecke ging noch in Ordnung. Nach ihrem glatten Triumph führte Bruns auch im Duell mit Daniela Hennig mit 2:0 in den Sätzen. „Leider hat Klara wie schon in Oldendorf wieder eine 2:0-Satzführung aus der Hand gegeben und nach dem Satzgewinn von Hennig zum 1:2 verkrampft“, bedauerte Bienert. Im Einzel gegen Min Jian Ding habe Bruns schließlich das Selbstvertrauen gefehlt. „Erst im dritten Satz kam Klara ins Spiel, verlor diesen aber knapp“, teilte Thomas Bienert mit.
Irina Skachkova zeigte sich noch von ihrer Magen- und Darmgrippe geschwächt. ­„Irina war noch nicht wieder ganz fit. Das erste Einzel hat sie gerade so noch hingebogen. Im Spitzenspiel gegen Jiang Ding fehlte dann ­schon etwas die Kraft. Das letzte Einzel war dementsprechend auch ein Kampfspiel, aber mit dem besseren Ende für Irina“, erklärte Thomas Bienert. Dieser lobte zudem die Ersatzspielerin ­Melanie Haumann: „Melanie konnte einige Überraschungsbälle landen. Ihr Einsatz und Wille waren top. Sie hat auch von ­Motivation und Einstellung ins Team gepasst.“
TuS Germania Schnelsen – SG Marßel 7:7: Min Jian Ding/Viet Thanh Tran – Klara Bruns/Melanie Haumann 3:1 (4:11, 11:5, 12:10, 11:5); Daniela Hennig/Julietta Reinecke – Irina Skachkova/Jennifer Bienert 1:3 (7:11, 11:6, 5:11, 11:13; Ding – Bienert 0:3 (9:11, 7:11, 7:11; Tran – Skachkova 2:3 (11:7, 11:9, 8:11, 4:11, 8:11); Hennig – Haumann 3:0 (11:4, 11:6, 11:2); Reinecke – Bruns 0:3 (10:12, 5:11, 5:11; Ding - Skachkova 3:1 (12:10, 12:10, 6:11, 11:6); Tran – Bienert 1:3 (7:11, 11:7, 7:11, 5:11 1:3); Hennig – Bruns 3:2 (5:11, 5:11, 11:9, 11:7, 11:9); Reinecke – Haumann 3:0 (11:6, 11:1, 11:3); Hennig – Skachkova 2:3 (8:11, 8:11, 12:10, 11:8 3:11); Ding – Bruns 3:0 (11:7, 11:7, 14:12; Tran – Haumann 3:0 (11:9, 11:7, 11:3); Reinecke – Bienert 0:3 (5:11, 8:11, 6:11) KH

Aus "Die Norddeutsche" vom 28.03.2017

Regionalligist SG Marßel verliert letztes Saisonspiel gegen VfL Oker 6:8 und muss nun mit der Relegation rechnen
Marßel. Jetzt muss die SG Marßel doch noch ein wenig um den Verbleib in der Tischtennis-Regionalliga Nord der Damen zittern. Nach der 6:8-Heimniederlage in ihrem letzten Saisonspiel gegen den VfL Oker könnten die Nordbremerinnen rein rechnerisch auf dem Relegationsplatz landen und im Mai um die weitere Zugehörigkeit zur vierthöchsten Tischtennis-Liga kämpfen müssen.
SGM-Teammanager Thomas Bienert geht allerdings nicht davon aus, dass die Mannschaft in diese unangenehme Situation geraten wird. Das wäre nur dann der Fall, wenn der Tabellensiebte VfL Tegel sein letztes Saisonspiel und der Neuntplatzierte TuS Germania Schnelsen seine drei restlichen Begegnungen gewinnen würde.
Bienert räumt den Hamburgerinnen aus dem Stadtteil Schnelsen allerdings keinerlei Chancen gegen die beiden Spitzenteams Füchse Berlin und VfL Kellinghusen ein. Der Marßeler Teamchef: „Das kann eigentlich nur passieren, wenn es nicht mit rechten Dingen zuginge.“
Sollte Marßel wider Erwarten dennoch in die Relegation gehen müssen, stünde ihre Nummer zwei, Irina Skachkova, nicht mehr zur Verfügung. Sie absolvierte am Sonntag ihr letztes Spiel für die SG Marßel und kehrt nach Russland zurück. Ebenso wie ihr Mann Kirill, dessen Vertrag beim Bundesligisten SV Werder Bremen nicht verlängert wurde. Er spielt laut Bienert in der nächsten Saison für einen französischen Verein.
Den Klassenerhalt hätte die SG Marßel in dem dreieinhalbstündigen Match in der Landskronahalle durchaus realisieren können. Thomas Bienert: „Uns fehlte das Quäntchen Glück.“ Wie zum Beispiel im Spiel von Marßels Nummer eins, Egle Orlovaite, gegen Ivana Pelcmanová (2), das die Tschechin in fünf hart umkämpften Sätzen hauchdünn für sich entscheiden konnte. Wobei Orlovaite eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab. Auch Jennifer Bienert schrammte beim 0:3 (10:12, 12:14, 11:13) gegen Okers Nummer eins, Velitchka Wais, nur knapp an einer Überraschung vorbei.
Den Auswärtssieg verdanken die Harzerinnen Ivana Pelcmanová, die sowohl im Doppel mit Lisa Krödel als auch in ihren drei Einzelspielen punktete. Gegen Irina Skachkova aber nur deshalb, weil die Russin wegen ihres Abschieds von der SG Marßel „mental angeschlagen war“ (Bienert). Weil sich der Tabellendritte VfL Oker freiwillig aus der Regionalliga Nord zurückzieht, legt die tschechische Spitzenspielerin eine ­Pause ein und lässt sich zudem am Fuß operieren. Deshalb, so Bienert, habe sie das Angebot, in der nächsten Saison für die SG Marßel aufzuschlagen, abgelehnt.
Der Regionalligist aus Bremen-Nord befindet sich denn auch ab sofort auf der Suche nach einer neuen Spitzenkraft und einer talentierten und konkurrenzfähigen Ersatzspielerin. Begründet Thomas Bienert: „Weil Egle Orlovaite ihr Studium beginnt, muss sie aus Zeitgründen eventuell für einige Partien absagen.“
SG Marßel – VfL Oker 6:8: Orlovaite/Skachkova - Wais/Zyková 3:2 (7:11, 9:11, 11:8, 14:12, 11:8); Bienert/Bruns – Pelcmanová/Krödel 0:3 (8:11, 2:11, 10:12); ­Orlovaite – Palcmanová 2:3 (12:10, 11:7, 10:12, 13:15, 7:11); Skachkova – Wais 3:2 (12:10, 8:11, 11:7, 6:11, 11:8); Bienert – Krödel 3:0 (11:5, 11:6, 11:4); Bruns – Zyková 1:3 (11:6, 4:11, 7:11, 10:12); Orlovaite –WIS 1:3 (4:11, 6:11, 11:6, 7:11); Skachkova – Plcmanová 1:3 (11:6, 7:11, 6:11, 10:12); Bienert – Zyková 1:3 (7:11, 9:11, 11:9, 9:11); Bruns – Krödel 3:0 (12:10, 11:5, 11:6); Bienert – Wais 0:3 (10:12, 12:14, 11:13); Orlovaite – Zyková 3:0 (11:5, 11:6, 11:5); Skachkova – Krödel 3:1 (11:4, 11:6, 8:11, 11:3); Bruns Pelcmanová 0:3 (6:11, 5:11, 6:11)  GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 04.04.2017

Marßels Tischtennis-Damen sind in Oldendorf nur zu dritt und kommen im Abstiegskampf nicht über ein 7:7 hinaus
Marßel. Die SG Marßel hat den anvisierten Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Tischtennis-Regionalliga Nord der Frauen verpasst. Mit nur drei Spielerinnen mussten sich die Nordbremerinnen mit einem mageren 7:7-Remis beim Schlusslicht Spielvereinigung (Spvg.) Oldendorf begnügen.
Nachdem sich zuvor bereits die Nummer zwei, Andrea Estrada Muralles, in Richtung Guatemala verabschiedet hatte, fiel nun auch noch kurzfristig mit Irina Skachkova die Nummer drei bei den Gästen aus.
Skachkova hatte sich bei ihrer Tochter mit einem Magen- und Darmvirus angesteckt. Deshalb wären die Gäste auf Aushilfen aus der zweiten Mannschaft angewiesen gewesen, die am Tag zuvor in der FTTB-Liga des Bremer Tischtennis-Fachverbandes den Meistertitel unter Dach und Fach gebracht hatte. „Leider waren aus der Mannschaft aber alle verhindert“, bedauerte Marßels Trainer Thomas Bienert.
Somit hatten die Hansestädterinnen bereits von vornherein vier Duelle verloren. „Das hat den Druck auf die übrig gebliebenen Spielerinnen natürlich erhöht und die Sache nicht leichter gemacht“, gab Bienert zu bedenken. Nachdem Egle Orlovaite und Jennifer Bienert dennoch ihr Doppel zu ihren Gunsten entschieden hatten, brachten Bienert und Orlovaite den Sechsten in ihren Einzeln im oberen Paarkreuz mit 3:1 in Führung.
Auch im Match von Klara Bruns gegen Oldendorfs Diana Lührmann sah es nach einer 2:0-Satzführung für Bruns gut für den Favoriten aus. „Doch dann musste Klara gegen ihre mit langen Noppen auf Abwehr spielende Gegnerin Lehrgeld bezahlen“, teilte Bienert mit. Lührmann kam mit ihren unangenehmen Abwehrschlägen weit hinter der Tischplatte immer besser ins Spiel und drehte den Spieß noch mit drei gewonnenen Durchgängen um. „Zum Schluss hat Klara auch ein bisschen die Flatter bekommen“, versicherte Bienert.
Bei ihrem 3:2-Erfolg über Finja Hasters zeigte sich Klara Bruns jedoch von ihrer ersten Einzelschlappe gut erholt. Auch gegen Niina Shiiba verkaufte sich Bruns lange Zeit teuer. Shiiba lauerte mit ihrem Schläger mit kurzen Noppen auf Bälle, die ihr in die Vorhand gespielt werden. Klara Bruns tat ­Shiiba dann auch zu häufig den Gefallen, die gute Seite ihrer Kontrahentin mit zu wenig Druck anzuvisieren.
Im Spiel der beiden an Nummer zwei gesetzten Akteurinnen stand Jennifer Bienert auf verlorenem Posten gegen Gina Henschen. „Gina hat richtig Druck gemacht. Jenni bekam dagegen keinen Zugriff auf das Spiel und lief in jedem Ballwechsel nur hinterher“, stellte Thomas Bienert fest. In der Partie gegen Diana Lührmann rettete seine Tochter wenigstens das Unentschieden.
„Die Welt geht zwar nicht von diesem ­ärgerlichen Remis unter. Mein Sportlerherz blutet aber, weil wir in einer solch hohen Liga nur zu dritt antreten mussten“, er­klärte Thomas Bienert.
Spvg. Oldendorf – SG Marßel 7:7: Niina Shiiba/Gina Henschen, Egle Orlovaite/Jennifer Bienert 0:3 (6:11, 6:11, 4:11); Finja Hasters/Diana Lührmann kampflos 3:0 (11:0, 11:0, 11:0); Shiiba – Bienert 1:3 (4:11, 7:11, 11:6, 7:11); Henschen – Orlovaite 0:3 (4:11, 4:11, 5:11; Hasters kampflos 3:0 (11:0, 11:0, 11:0); Lührmann – Bruns 3:2 (7:11, 9:11, 11:7, 11:8, 11:9); Shiiba – Orlovaite 0:3 (3:11, 6:11, 7:11); Henschen – Bienert 3:0 (12:10, 11:7, 11:3 3:0); Hasters – Bruns 2:3 (5:11, 6:11, 12:10, 11:8, 4:11); Lührmann kampflos 3:0 (11:0, 11:0, 11:0); Hasters – Orlovaite 1:3 (11:3, 6:11, 11:13 10:12); Shiiba – Bruns 3:1 (11:7, 6:11, 12:10, 11:9); Henschen kampflos 3:0 (11:0, 11:0, 11:0); Lührmann – Bienert 0:3 (5:11, 4:11, 6:11) KH

Aus "Die Norddeutsche" vom 20.03.2017