Tischtennis-Damen besiegen den ttc berlin eastside II mit 8:1 und den TuS Germania Schnelsen mit 8:2
Klaus Grunewald

Marßel.Eine Woche nach der unnötigen 4:8-Heimniederlage gegen den RSV Braunschweig haben sich die Tischtennis-Damen der SG Marßel wieder in gewohnter Stärke präsentiert. Sie gewannen die Regionalliga-Spiele gegen den ttc berlin eastside II 8:1 sowie beim TuS Germania Schnelsen 8:2 und verbesserten sich mit 16:10 Punkten auf den vierten Tabellenplatz. Resümee von Trainer und Teammanager Thomas Bienert: „Wir sind als klarer Favorit in die Begegnungen gegangen und haben das durch konzentrierte Leistungen unterstrichen.“

SG Marßel – ttc berlin-eastside II 8:1: Zum Auftakt des Doppelspieltages gelang dem Marßeler Quartett Elina Vakhrusheva, Jennifer Bienert, Sofia Stefanska und Klara Bruns am Sonnabend ein ungefährdeter 8:1-Erfolg über das Schlusslicht ttc berlin eastside II. Die Heimpartie, die erstmals in der Halle der Borchshöher Schule ausgetragen wurde, dauerte nur zwei Stunden. Und auch das Satzverhältnis von 24:11 unterstrich die Überlegenheit des Teams von Thomas Bienert.

Die Nordbremerinnen machten bereits in den beiden Doppelbegegnungen deutlich, dass sie sich nicht nur für die Heimpleite gegen Braunschweig, sondern auch für die 5:8-Hinspielniederlage in der Bundeshauptstadt revanchieren wollten. Am 1. Dezember 2019 konnte die SG Marßel nur mit drei Spielerinnen antreten und musste vier Punkte kampflos abgeben, weil Jennifer Bienert aus beruflichen Gründen kurzfristig hatte absagen müssen.

In der Borchshöher Sporthalle legten Elina Vakhrusheva und Sofia Stefanska gegen Arina Spektor und Josephine Plonies sowie Jennifer Bienert und Klara Bruns gegen Johanna Salzmann und Lea Haupt mit ungefährdeten 3:1-Erfolgen in den beiden Doppeln den Grundstein für den späteren Kantersieg. Marßels Nummer eins, Elina Vakhrusheva, zeigte anschließend Arina Spektor (Berlins Nummer zwei), beim 3:1 und Eastside-Spitzenspielerin Johanna Salzmann beim 3:0-Erfolg die Grenzen auf.

Auch Jennifer Bienert (jeweils 3:1 gegen Salzmann sowie gegen Spektor) verbuchte zwei ungefährdete Einzelerfolge. Ebenso wie Marßels Nummer drei, Sofia Stefanska, die sich gegen Lea Haupt (Nummer vier) in vier Sätzen behauptete und für den entscheidenden achten Punkt der Nordbremerinnen in fünf Sätzen gegen Josephine Plonies ihren Kampfgeist in die Waagschale werfen musste. Die einzige Niederlage der Heimmannschaft kassierte Klara Bruns (Nummer vier) beim 0:3 gegen Plonies. Fazit von Thomas Bienert: „Wir haben in Normalform gespielt und eastside keine Chance gelassen.“

TuS Germania Schnelsen – SG Marßel 2:8: Ebenfalls nur zwei Stunden benötigte die SG Marßel am Sonntag, um im Hamburger Bezirk Eimsbüttel zwei weitere Punkte einzusacken. Dabei ließen sich die Gäste auch nicht von der Auftaktniederlage im ersten Doppel beeindrucken, das Jennifer Bienert und Klara Bruns in fünf hart umkämpften Sätzen gegen Jana Fernholz und Daniela Hennig mit 2:3 verloren. Schon Elina Vakhrusheva und Sofia Stefanska gelang im zweiten Doppelmatch mit einem 3:1 über Viet Than Tran und Julietta Gez der Ausgleich.

Danach setzte sich Marßels Nummer zwei, Jennifer Bienert, gegen Schnelsens Spitzenspielerin Jana Fernholz in vier Sätzen durch, während Marßels Nummer eins, Elina Vakhrusheva, drei Sätze benötigte, um Viet Than Tran (Position zwei) zu bezwingen. Dann aber musste das Bienert-Team seine zweite Niederlage an diesem Sonntag hinnehmen. Klara Bruns (Position vier) unterlag Schnelsens Nummer drei, Daniela Hennig, mit 2:3, obwohl sie die Sätze drei und vier klar gewonnen und den Ausgleich erzielt hatte.

Doch im entscheidenden fünften Durchgang wurde nach den Worten ihres Trainers einmal mehr deutlich, dass die 20-Jährige bisweilen Konzentrationsprobleme hat. Freilich nicht im letzten Match des Tages. Das entschied Klara Bruns in nur drei Sätzen gegen Schnelsens Nummer vier, Julietta Gez, deutlich für sich. Problemlos in der Erfolgsspur waren zuvor auch Sofia Stefanska (jeweils 3:1 gegen Julietta Gez sowie gegen Daniela Hennig), Elina Vakhrusheva, die im Spitzenspiel Jana Fernholz ebenfalls 3:1 bezwang, und Jennifer Bienert gegen Viet Than Tran (3:0) geblieben.

Freute sich Thomas Bienert: „Die zweite Hälfte der insgesamt zehn Begegnungen haben wir ausnahmslos und relativ deutlich für uns entschieden.“ Und auch das Satzverhältnis von 28:11 machte die Überlegenheit der Gäste deutlich.

Aus "Die Norddeutsche" vom 24.02.2020

SG Marßel setzt sich im Auswärtsspiel der Tischtennis-Regionalliga gegen Hannover 96 II nach 3:3-Zwischenstand mit 9:3 durch
Klaus Grunewald
Marßel. Rückrundenstart geglückt: Mit einem souverän erspielten 8:3-Sieg bei Hannover 96 II hat die SG Marßel in der Tabelle der Tischtennis-Regionalliga Nord der Damen gleich vier Plätze gut gemacht. Die Mannschaft von Trainer Thomas Bienert rückte vom siebten auf den dritten Tabellenplatz vor. Bienerts Fazit nach dem zehnten von 18 Pflichtspielen und dem bislang sechsten doppelten Punktgewinn: „Ich bin sehr zufrieden. Alle haben eine starke Vorstellung geboten.“

Ein Lob, das insbesondere der 14 Jahre alten Irin Sophie Early galt. Sie spielte in ihrem erst zweiten Match für die SG Marßel erstmals an Position eins und verbuchte in ihren vier Einsätzen ein optimales Gesamtergebnis. An der Seite von Marßels bisheriger Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva, die am Sonntag an Position zwei gesetzt war, gewann Early das Doppel gegen Niina Shiiba und Sonja Radke deutlich in drei Sätzen. Dagegen mussten sich Jennifer Bienert und Klara Bruns im anderen Doppel dem 96-Duo Jule Wirlmann/Madlin Heidelberg 2:3 beugen.

In den anschließenden Einzeln konnte zunächst keine Mannschaft einen Vorsprung herausspielen. Elina Vakhrusheva unterlag Hannovers Nummer eins, Jule Wirlmann, 1:3, während Madlin Heidelberg an Position zwei der 96-Reserve gegen Sophie Early ebenfalls mit 1:3 das Nachsehen hatte. Anschließend brachte Niina Shiiba (Position drei) ihr Team mit einem 3:1-Erfolg über Marßels Klara Bruns (Position vier) wieder in Front. Doch postwendend glich Marßels Nummer drei, Jennifer Bienert, mit einem ungefährdeten 3:0 über Sonja Radke (Position vier) erneut aus. Nach sechs Spielen lautete der Zwischenstand 3:3.

Dass die Gastgeberinnen ihr Pulver aber bereits zu diesem Zeitpunkt komplett verschossen hatten, war nicht vorherzusehen gewesen. Doch dann deutete Sophie Early bereits im Spitzenspiel des Tages gegen Jule Wirlmann an, dass die SG Marßel den Durchmarsch plante. Der Rotschopf von der grünen Insel beherrschte seine Gegnerin sicher und setzte sich glatt in drei Sätzen durch. Und auch Klara Bruns benötigte gegen Sonja Radke ebenfalls nur drei Durchgänge, um als Siegerin vom Tisch zu gehen. Zuvor hatte Elina Vakhrushev zwar einen Satz abgegeben, Madlin Heidelberg aber mit 3:1 auf Distanz gehalten. Auf erheblich größeren Widerstand stießen am Sonntagnachmittag sowohl Jennifer Bienert als auch Sophie Early bei Hannovers Nummer drei, Niina Schiiba. Sie gab sich in beiden Spielen erst nach fünf Sätzen geschlagen. Fazit: Die SG Marßel erkämpfte sich mit sechs erfolgreichen Spielen in Folge einen 8:3-Auswärtssieg, der in dieser Höhe auch von Thomas Bienert nicht erwartet worden war. Der Marßeler Coach und Teamchef: „Hannover 96 II zählte zu den Titelkandidaten. Umso höher ist unsere Leistung zu bewerten.“

Aus"Die Norddeutsche" vom 27.01.2020

Tischtennis-Regionalligist setzt sich gegen TuS Germania Schnelsen und MTV Engelbostel-Schulenburg durch

Klaus Grunewald.

Marßel.„Drei Punkte sollten es schon sein“, hatte sich Thomas Bienert ausgerechnet. Nach den beiden Wochenend-Heimspielen in der Tischtennis-Regionalliga der Frauen konnte sich der Trainer SG Marßel über die maximal mögliche Ausbeute von vier Zählern freuen. Seine Mannschaft bezwang den TuS Germania Schnelsen locker mit 8:2 und setzte sich in einem engen und spannenden Match gegen den MTV Engelbostel-Schulenberg mit 8:5 durch.

 

Die sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft aus Engelbostel bei Langenhagen erwies sich am Sonntag als der erwartet schwere Gegner. Das musste vor allem Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva im Spiel gegen Engelbostels Nummer drei, Mädälina-Alexandra Moga, erfahren. Die Ukrainerin fand keine Einstellung zum unorthodoxen Stiel ihrer Kontrahentin und unterlag sang- und klanglos 0:3. An der anderen Platte standen sich zu diesem Zeitpunkt Englbostels Nummer eins, Beatrice Toth, und Marßels Nummer drei, Sofia Stefanska, gegenüber. Und dieses Match endete ebenfalls überraschend mit einem 3:1-Sieg der 15-jährigen Marßelerin.

Den achten und damit entscheidenden Punkt verbuchte Jennifer Bienert (Position zwei) nach ebenfalls vier engen Sätzen mit 3:1 über Jessika-Joyce Xu (Position vier). Ihre leichte Favoritenstellung konnten die Nordbremerinnen erst unterstreichen, nachdem Jennifer Bienert und Klara Bruns das erste Doppel gegen Kateryna Yakymenko und Jessica-Joyce Xu 1:3 verloren hatten.

Danach setzten sich Vakhrusheva und Stefanska im zweiten Doppel 3:1 gegen Toth und Moga durch, während in den Spitzeneinzeln die Marßelerinnen Vakhrusheva gegen Yakymenko (3:0) und Bienert gegenToth (3:1) die Oberhand behielten. Anschließend mussten sich Sofia Stefanska gegen Xu und Klara Bruns gegen Moga 2:3 beziehungsweise 1:3 geschlagen geben und das Zwischenergebnis lautete 3:3. Die Hoffnung der Gäste auf einen Auswärtssieg erfuhr in den folgenden drei Duellen den entscheidenden Dämpfer. Elina Vakhrusheva (3:0 gegen Toth), Jennifer Bienert (3:2 gegen Yakymenko) und Sofia Stefanska (3:1 gegen Moga) sorgten für den Drei-Punkte-Vorsprung, der bis zum Schluss verteidigt wurde, weil Sofia Stefanska (3:1 gegen Toth) und Bienert (3:1 gegen Xu) siegten, während Klara Bruns (2:3 gegen Xu) und Vakhrusheva (0:3 gegen Moga) unterlagen.

Schneller als erwartet sicherte sich die SG Marßel am Sonnabend beide Punkte gegen den TuS Germania Schnelsen. Und dennoch spielte sich kurzfristig ein kleines Drama ab. Im zweiten Einzel des Tages traf Marßels Nummer zwei, Jennifer Bienert, auf Schnelsens Spitzenspielerin Elena Uludintceva, gewann den ersten Satz sicher mit 11:6 und lag im zweiten bereits 8:1 in Front, als der Faden bei der 24-Jährigen urplötzlich riss. Sie unterlag 9:11, gab die beiden nächsten Sätze mit jeweils 8:11 ab, vergoss bittere Tränen und musste von ihrem Trainer und Vater Mut machend getröstet werden. Mit Erfolg. Wenig später ließ sie Schnelsens Nummer zwei, Jana Fernholz, keine Chance und fegte sie mit 11:3, 11:11:7 und11:5 von der Platte.

Vielleicht hatte auch der Fehlstart der SG Marßel am Nervenkostüm von Jennifer Bienert gezerrt. An der Seite von Klara Bruns verlor sie das erste Doppel gegen Uludintceva und Viet Thanh Tran mit 1:3. Schon dabei zeigte die 26-jährige Nummer eins der Hamburgerinnen, dass sie nach ihrer Rückkehr vom Drittligisten Borussia Düsseldorf an die Elbe eine Verstärkung für den TuS Schnelsen bedeutet. Dennoch reichte ihre Klasse in der Landskronahalle nicht aus, um Marßels Nummer eins, Elina Vakhrusheva, ein Bein zu stellen. Im Spitzenspiel das Tages konnte sich die 23 Jahre alte Ukrainerin mit 3:1 Sätzen ziemlich sicher behaupten. Und im zweiten Doppel des Tages ließ sie zusammen mit Sofia Stefanska dem Duo Jana Fernholf/Juliette Gez in drei Sätzen keine Chance. Überhaupt gab es nach der für Jennifer Bienert bitteren Niederlage in den folgenden sechs Einzeln nur noch Marßeler Siege. Sofia Stefanska an Position drei der SGM bezwang Julietta Gez (Position vier) ebenso glatt in drei Sätzen wie Jennifer Bienert Jana Fernholz und Klara Bruns (Position vier) Julietta Gez. Und 3:1-Erfolge verbuchten Klara Bruns gegen Than Viet Tran (Position drei), Vakhrusheva gegen Uludintceva und Sofia Stefanska gegen Viet Than Tran. Fazit von Marßels Teamchef Thomas Bienert nach dem Doppelspieltag: „Mein Tipp waren drei Punkte, dass es vier geworden sind, freut uns umso mehr.“

SG Marßel – TuS Germania Schnelsen 8:2: Bienert/Bruns – Uludintceva/Tran 1:3 (9:11, 11:5, 9:11, 15:17); Vakhrusheva/Stefanska – Fernholz/Gez 3:0 (11:7, 11:3, 11:3); Vakhrusheva – Fernholz 3:0 (11:6, 11:1, 12:10) Bienert – Uludintceva 1:3 (11:6, 9:11, 8:11, 8:11); Stefanska – Gez 3:0 (11:7, 11:6, 11:7); Bruns – Tran 3:1 (11:8,11:9, 6:11, 11:8); Vakhrusheva – Uludintceva 3:1 (11:4, 11:3, 10:12, 11:5); Bienert – Fernholz 3:0 (11:3, 11:7, 11:5); Stefanska – Tran 3:1 (8:11, 12:10, 11:8, 11:6); Bruns – Gez 3:0 (11:9, 11:6, 11:7)

SG Marßel – MTV Engelbosten-Schulenburg 8:5: Bienert/Bruns – Yakymenko/Xu 1:3 (7:11, 7:11, 11:6, 12:14); Vakhrushva/Stefanska – Toth/Moga 3:1 (13:15, 11:7, 11:3, 11:8); Vakhruheva – Yakymenko 3:0 (11:9, 11:8, 11:5); Bienert – Toth 3:1 (11:4, 5:11, 11:8, 12:10); Stefanska – Xu 2:3 (2:11, 8:11, 11:8, 11:9, 7:11); Bruns – Moga 1:3 (6:11, 6:11, 11:8, 8:11); Vakhrusheva – Toth 3:0 (11:8, 11:8, 11:8); Bienert – Yakymenko 3:2 (6:11, 11:9, 11:6, 7:11, 11:4); Stefanska – Moga 3:1 (10:12, 13:11, 11:7, 11:8); Bruns – Xu 2:3 (7:11, 8:11, 14:12, 11:9, 7:11); Stefanska – Toth 3:1 (12:10, 7:11, 13:11, 14:12); Vakhrusheva – Moga 0:3 (8:11, 6:11, 9:11); Bienert – Xu 3:1 (11:7, 11:97:11, 12:10) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 18.11.2019

Regionalligist SG Marßel bezwingt Neukölln mit 8:1 und unterliegt Schlusslicht eastside II in Unterzahl mit 5:8
Klaus Grunewald

SG Marßel. Damit musste man rechnen: Weil die SG Marßel am Sonntag beim Tabellenletzten der Tischtennis-Regionalliga-Nord, ttc berlin eastside II, nur mit drei Spielerinnen antreten konnte, ging die Partie 5:8 verloren. Vier Spiele mussten kampflos abgegeben werden. Und damit sicherten sich die Berlinerinnen den ersten Saisonsieg. Einen Tag zuvor hatten die Nordbremerinnen in kompletter Besetzung den TTC Berlin Neukölln mit 8:1 von der Platte gefegt.

ttc eastside berlin II – SG Marßel 8:5: Die Marßel trägt schwer an ihren Personalproblemen. Seitdem feststeht, dass ihre frühere Nummer zwei, Katharina Belopotocanova, in einer Liga ihres Heimatlandes Slowakei aktiv ist und deshalb nicht mehr in einer deutschen Mannschaft spielen kann, musste der nordbremische Regionalligist in dieser Saison schon zum dritten Mal in Unterzahl antreten.

Ebenso wie bei den Niederlagen in Braunschweig und Berlin-Düppel, standen Trainer und Manager Thomas Bienert auch beim Tabellenletzten ttc berlin eastide II nur drei Spielerinnen zur Verfügung. Grund: Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva musste nach ihrem erfolgreichen Sonnabend-Einsatz in Neukölln aus beruflichen Gründen die Rückreise in die Ukraine antreten. Und Neuzugang Sophy Early aus Irland hatte kurzfristig wegen einer Verletzung abgesagt.

So viel lässt sich feststellen: Mit der Ukrainerin und der jungen irischen Meisterin hätten die Nordbremerinnen dem Liga-Schlusslicht wohl keine Siegchance gelassen. Ohne sie aber reichte es auch nicht zum Unentschieden, weil sowohl Jennifer Bienert an Position eins als auch Sofia Stefanska an Position zwei klare Niederlagen gegen die kurzfristig noch aufgebotene eastside-Spitzenspielerin Irina Palina einstecken mussten. Darüber hinaus unterlag Stefanska Berlins Nummer zwei, Johanna Salzmann in vier Sätzen – auch Marßels Nummer drei, Klara Bruns, hatte keine Chance gegen Palina und zog glatt mit 0:3 den Kürzeren.

Zuvor aber hatte sie sich gegen Josephine Pionies (Position drei) in drei und gegen Lea Haupt (Position vier) in fünf Sätzen behauptet. Die restlichen Zähler für die Gäste heimsten Jennifer Bienert und Sofia Stefanska im Doppel gegen Arina Spektor und Josephine Pionies (3:0) sowie Jennifer gegen Johanna Salzmann (3:1) ein. Gleichwohl wogen die vier kampflose abgegebenen Punkt zu schwer, um zumindest einen Punkt einsacken zu können.

TTC Berlin Neukölln -SG Marßel 1:8: Der Auftakt der Berlin-Reise hätte für die SG Marßel indes kaum besser sein können. Von neun Spielen gab nur Jennifer Bienert an Position zwei ihr Match gegen Neuköllns Spitzenfrau Jennifer Schmidt in drei Sätzen ab. In ihrem zweiten Einzel gegen Neuköllns Nummer zwei Janina Thiele wartete die 24-jährige Marßelerin aber mit einer starken kämpferische Leistung auf und konnte den vorentscheidenden zweiten Satz mit 19:17 für sich verbuchen. Am Ende sprang ein 3:2-Erfolg heraus, der die Nordbremerinnen mit 7:1 in Front brachte. Für den Gesamtsieg sorgte schließlich Sofia Stefanska.

Der Aufgalopp der Berlin-Reise verlief nach den Worten von Marßels Coach und Teamchef Thomas Bienert besser als erwartet. Einerseits, weil Spitzenspielerin Katja Firat im Team des TTC Neukölln fehlte. Andererseits, weil Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva und Sofia Stefanska das zweite Doppel nach nervenaufreibenden fünf Sätzen gewannen. Im ersten Doppel präsentierten sich Jennifer Bienert und Klara Bruns als eingespieltes Team.

Problemlos setzte sich auch Elina Vakhrusheva in ihren Einzeln durch. Bei ihren 3:1-Siegen ließ sie weder Janina Thiele (Position zwei) noch Neuköllns Nummer eins, Jennifer Schmidt, eine Chance. Und Klara Bruns (Position vier) biss sich gegen Meireike Jünemann (Nummer drei) förmlich zu einem 3:1-Erfolg durch, nachdem sie den ersten Satz noch deutlich mit 4:11 abgegeben hatte. Lobte Thomas Bienert: „Sie hat den Weg gefunden, um ihre Gegnerin zu knacken.“ Auch Sofia Stefanska (Nummer drei) fand nach einer 2:0-Führung und anschließendem Verlust von zwei Spielen gegen Kirstin Herlemann (Nummer vier) erst wieder nach taktischen Empfehlungen ihres Trainers zurück in die Erfolgsspur.

Aus "Die Norddeutsche" vom 2.12.2019

6:8 in Braunschweig – Marßel wäre mit Sieg Drittligist geworden
Marßel. Das letzte Saisonspiel in der Tischtennis-Regionalliga Nord der Frauen ist für die SG Marßel zum Alptraum geraten. Obwohl Tabellenführer SC Poppenbüttel dem TTC Berlin Neukölln unerwartet deutlich mit 3:8 unterlag und den Nordbremerinnen damit den Weg zur Meisterschaft öffnete, patzte das Team von Trainer Thomas Bienert beim RSV Braunschweig und verlor 6:8. Mit einem 8:6-Auswärtserfolg hätte die SG Marßel die Tabellenspitze erobert und den Aufstieg in die 3. Bundesliga perfekt gemacht.

Thomas Bienert bemühte nach dem unglücklichen Saisonfinale einen Bibelspruch und bezeichnete es als Fluch und Segen zugleich. Der Segen war die Heimpleite der Hamburgerinnen, die nicht gänzlich überraschte, aber dennoch erstaunlich hoch ausfiel. Gleichzeitig aber lag über dem Auftritt der SG Marßel beim Tabellendritten ein Fluch – weil die Niederlage denkbar knapp ausfiel und in Bestbesetzung vermutlich hätte vermieden werden können. Marßel musste beim starken RSV Braunschweig ohne ihre Spitzenkraft Elina Vakhrusheva antreten. Mit ihr wären die Aussichten auf einen Auswärtssieg sicherlich besser gewesen.

Ohne Vakhrusheva rückte Katarina Belopotocanova auf den Spitzenplatz. Und die dreifache slowakische Meisterin punktete optimal. Sowohl im Doppel an der Seite von Sofia Stefanska als auch in den drei Einzelspielen setzte sie sich durch und generierte insgesamt vier Punkte. Nicht ihren besten Tag erwischte dagegen Jennifer Bienert, die ins obere Paarkreuz gerückt war und in Braunschweig komplett leer ausging. An der Seite von Klara Bruns unterlag sie im ersten Doppel dem Braunschweiger Tandem in fünf Sätzen 2:3. Danach verlor sie auch alle Einzelpartien, zuletzt sogar nach hartem Kampf mit 2:3 gegen Braunschweigs Nummer vier, Kristina Jeske.

Die Braunschweigerinnen seien wie im Hinspiel (7:7) heiß gewesen und hätten gut gespielt, bilanzierte der Marßeler Teamchef. Abgesehen von der nervigen Anreise mit vielen Staus wollte er denn auch keine Ausreden geltend machen. „Mit einem 8:6-Erfolg wären wir Meister geworden, weil Poppenbüttel uns einen unerwarteten Matchball lieferte“, trauerte Bienert dem verpassten Titel und Aufstieg nach und fügte an: „Wir haben ihn leider verhauen.“

Eigentlich unnötigerweise, denn schon mit einem durchaus möglichen Sieg im ersten Doppel hätten Jennifer Bienert und Klara Bruns die Weichen auf Titelgewinn stellen können. Doch Braunschweigs Spitzenspielerinnen Julia Stranz und Viola Bach präsentierten sich nervenstärker. Und auch in ihren Einzeln scheiterten beide nur an der überragenden Marßelerin Katarina Belopotocanova. Ein gutes Match spielte Sofia Stefanska an Position vier der SG Marßel. Das 14-jährige Nachwuchstalent punktete im Doppel sowie in den Einzeln gegen Laura Konradt (3:1) und Kristina Jeske (3:2).

Dagegen blieben Klara Bruns ebenso wie Jennifer Bienert ohne Punktgewinn. Überhaupt, so Thomas Bienert, sei bei seiner Tochter die Luft im letzten Spiel am Sonnabend weg gewesen, weil selbst ein Sieg nichts mehr am verpassten Aufstieg hätte ändern können.

Trotz des guten Saisonabschlusses mit dem Erreichen der Vizemeisterschaft bleibt bei der SG Marßel also ein bitterer Nachgeschmack. Teamchef Thomas Bienert bezeichnete ihn als Desaster – nicht wegen der Niederlage in Braunschweig, wohl aber wegen des unglücklichen Spielverlaufs, der erst nach rund drei Stunden beendet war.

RSV Braunschweig – SG Marßel 8:6: Stranz/Blach – Bienert/Bruns 3:2 (8:11,11:8, 9:11, 11:5, 11:7); Konradt/Jeske – Belopotocanova/Stefanska 1:3 (7:11, 11:8, 6:11, 11:13); Stranz – Bienert 3:1 (8:11, 11:9, 11:5, 11:6); Blach – Belopotocanova 2:3 (19:12, 9:11, 11:5, 11:2, 9:11; Konradt – Srefanska 1:3 (8:11, 11:9, 10:12, 5:11); Jeske – Bruns 3:0 (11:9,11:8,11:9); Stranz – Belopotocanova 0:3 (6:11, 9:11, 10:12; Blach – Bienert 3:0 (11:5, 11:4, 11:9; Konradt – Bruns 3:1 (11:5, 11:6, 9:11, 11:9); Jeske – Stefanska 2:3 (3:11, 11:612:10, 7:11, 7:11); Konradt – Belopotocanova 2:3 (12:10, 11:13, 11:3, 5:11, 4:11); Stranz – Bruns 3:0 (11:8, 11:6, 11:8); Blach -Stefanska 3:1 (11:8, 8:11, 14:12, 11:8); Jeske – Bienert 3:2 (6:11, 12:10, 11:13, 11:8, 13:11) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 15.04.2019