Regionalliga-Spielerin erreicht bei den 4. Marßeler Tischtennis-Open das Achtelfinale
von Klaus Grunewald

Marßel. Die SG Marßel hat sich zu einer Tischtennis-Hochburg entwickelt. Jüngster Beleg sind die 4. Marßel Open, an der insgesamt 228 Akteure aus 77 Vereinen im gesamten Bundesgebiet teilnahmen.

In der höchsten Wertungsklasse setzte sich Daniel Kleinert aus Bramstedt durch, der in der neuen Saison für die Drittliga-Mannschaft des ASV Grünwettersbach (Bayern)
aufschlägt und im Landkreis Diepholz beheimatet ist. Er besiegte im Finale Dominik Jonack von Hannover 96 mit 3:1 Sätzen.
Im Teilnehmerfeld befanden sich auch sieben Damen und zehn Mädchen. Zu wenig, um ein nach Geschlechtern getrenntes Turnier zu organisieren. Rolf Ahrens, Tischtennissportwart
der SG Marßel: „Sie sind in die sechs Männer- und drei Jungen-Leistungsklassen eingruppiert worden und haben sich beachtlich geschlagen.“
Bei den 20 leistungsstärksten Teilnehmern der 4. Marßeler Open mischte als einzige Dame Klara Bruns aus der Regionalliga-Mannschaft der SG Marßel mit. Sie erreichte als Dritte der Vorrunde das Achtelfinale, musste sich dort aber nach fünf Sätzen Bastian Neubart vom TuS Lachendorf knapp mit 2:3 geschlagen geben. Ins Viertelfinale konnten dagegen die beiden Neurönnebecker Maxime Meger und Rene Reißig vordringen. Während Reißig dem Huder Florian Henke jdeoch glatt 0:3 unterlag und damit ausschied, setzte sich sein Vereinskamerad in fünf hart umkämpften Sätzen mit 3:2 gegen Johannes Schnabel durch. Im Halbfinale war dann allerdings auch für Maxime Meger Schluss. Er musste sich dem späteren Sieger Daniel Kleinert 0:3 beugen.
Neben der SG Marßel als Turnierveranstalter, der 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet hatte, stellten der Neurönnebecker TV und die TuSG Ritterhude mit jeweils 23 Aktiven die zahlenmäßig zweitstärkten Abordnungen. Aus Bremen-Nord folgten zudem die Freien Turner Blumenthal (drei Teilnehmer), die SG Aumund-Vegesack (3), der SV Grambke-Oslebshausen (2), der TSV Lesum-Burgdamm (4), der TV Grohn (13), der Vegesacker TV (3), die FT Hammersbeck (1) und die TSV Farge-Rekum (1) dem Ruf der SG Marßel. Und aus dem Landkreis Osterholz waren neben der TuSG Ritterhude der FC Hambergen (9) und letztlich der TSV Worpswede (3) vertreten.
Während der Sieg von Dieter Kleinert in der stärksten Männerklasse erwartet worden war, überraschte in der drittstärksten Gruppierung die junge Inderin Aishwarya Ramkrishna Bidri. Die Spielerin von der SG Findorff blieb in der großen Sporthalle der SG Marßel ohne Niederlage und ließ auch im Finale dem Marßeler Nicolai Vogel bei ihrem glatten 3:0-Erfolg keine Chance. SGM-Sportleiter Rolf Ahrens: „Aishwarya hat hier einen starken Eindruck hinterlassen und würde wahrscheinlich auch in unserer Regionalliga-Damenriege eine gute Rollespielen.“

Aus "Die Norddeutsche" vom 01.06.2018

Fünfkampf-Alleinstarterin Rebecca Christen reiht sich in Edemissen bei den Zehnkämpfern ein
Von Karsten Hollmann
Marßel. Trotz nicht optimal auf sie zugeschnittenen Bedingungen freute sich die Leichtathletin Rebecca Christen von der SG Marßel über einen gelungenen ersten Fünfkampf des Jahres. Als einzige gemeldete Athletin stand die Fünfkampf-Landesvizemeisterin von 2017 beim Mehrkampf-Meeting in Edemissen von vornherein als Siegerin fest. Die große Herausforderung war die veränderte Wettkampflogistik. Denn als Einzelstarterin konnte sie nicht ihre Wettkämpfe in der üblichen Fünfkampf-Systematik absolvieren, sondern musste sich den anderen Mehrkampfwettbewerben anpassen. „Rebecca wurde größtenteils in die Wettkämpfe der männlichen Zehnkämpfer integriert“, informierte ihr Trainer und Vater Gerold Christen. Dies habe eine nicht einfache Aufgabe dargestellt. „Die Startzeiten zwischen den jeweiligen Disziplinen waren für Rebecca dadurch so wechselhaft wie die Winde“, gab Gerold Christen zu bedenken.
Seine Tochter habe aber das richtige Timing für das Aufwärmprogramm gefunden und auch die Motivation in den langen Pausen hochgehalten. Dennoch blieb Rebecca Christen mit 2891 Punkten am Ende etliche Zähler von ihrer Bestleistung entfernt. Die Einzelergebnisse stimmten Gerold Christen aber sehr optimistisch: „13,58 Sekunden über die 100 Meter, 4,90 Meter im Weitsprung, 8,54 Meter mit der Kugel sind gute Resultate zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison.“ Fast schon optimal seien die 1,48 Meter im Hochsprung und das 800-Meter-Finish in 2:33,07 Minuten gewesen. „Zwei Stadionrunden allein gegen die Uhr in dieser Zeit: Rebecca ist auf dem richtigen Weg“, frohlockte Gerold Christen. Einen großen Motivationsschub für kommende Aufgaben holten sich die Marßeler
Leichtathleten zudem zum Auftakt der Freiluftsaison bei der Bahneröffnung des TSV Wehdel. Das kleine Team um Aushängeschild Rebecca Christen heimste insgesamt sieben Siege beim Traditions-Meeting im Cuxhavener Land ein. Rebecca Christen begnügte sich dabei mit dem Erfolg im Weitsprung der Frauen. Mit 5,10 Metern stellte sie ihre persönliche Bestleistung ein. Dies war eine Initialzündung vor allem für ihre jüngeren Teammitglieder. Charlotte Hesse landete bei den Mädchen W14 bei 4,48 Metern und bejubelte bei ihrem Triumph im Weitsprung ihrer Altersklasse
eine neue persönliche Bestleistung. Sie war auch nicht von ihrer Klubkameradin Franka Zidlicky zu schlagen, die sich trotz Bestleistung von 4,35 Metern mit Platz zwei begnügen musste.
Charlotte Hesse hatte auch im 100-Meter-Lauf nach 14,11 Sekunden knapp die Nase vorne. Dafür triumphierte Franka Zidlicky im Hochsprung mit 1,35 Metern. Das war eine Teamkonkurrenz, wie sie sich Trainer Gerold Christen wünscht: „Sich nicht bekämpfen, sondern gegenseitig motivieren: Das ist unser Leitgedanke, den Franka und Charlotte fantastisch umgesetzt haben.“ Im Sog der beiden flog Bente Hoffmann im Weitsprung der W15-Konkurrenz auf gute 4,42 Meter und Position drei. Von den Erfolgen der weiblichen Athleten anstecken ließen sich auch David Borisow und Jan Kleinekathöfer. Letzterer überquerte im Hochsprung der Männer die 1,66 Meter. Diese Leistung bedeutete ebenso Platz eins wie Borisows übersprungene 1,45 Meter im Wettbewerb der männlichen Jugend U18.
David Borisow siegte zudem im Kugelstoßen mit 10,46 Metern und komplettierte dass starke Gesamtergebnis der SG Marßel.

Aus "Die Norddeutsche" vom 18.05.2018

Da nur Belopotocanova und Bienert je einmal gewinnen, kassiert der Regionalliga-Zweite gegen Prenzlau seine zweite Saisonniederlage

Marßel. Das war deutlich: Gegen den hervorragend aufgelegten Tabellendritten ESV Prenzlau haben Marßels Tischtennis-Regionalliga-Damen gestern mit dem 2:8 ihre zweite Saisonniederlage kassiert. „Völlig verdient“, nahm Teamchef Thomas Bienert kein Blatt vor den Mund. Schon am Sonnabend hatte seine Mannschaft den Tabellensiebten TTC Finow-GEWO Eberswalde nur mit Mühe 8:5 auf Distanz halten können. Das reichte immerhin aus, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.

SG Marßel – ESV Prenzlau 2:8: Ebenso wie am Sonnabend musste die SG Marßel auch am Sonntag in der Landskronahalle auf Klara Bruns verzichten, die mit Fieber das Bett hütete. Eine Schwächung, wie sich vor allem im Match gegen den ESV Prenzlau herausstellte. Das Team aus der Uckermarck wollte unbedingt die 4:8-Niederlage in Poppenbüttel vom Vortag ausmerzen und zugleich Revanche für die 2:8-Hinspielpleite gegen Marßel nehmen.

Den Gästen gelang denn auch ein Auftakt nach Maß. Mit Glück gewannen Julia Bütow und Mathilde Foix Cable das erste Doppel gegen Jennifer Bienert und Jessica Boy in 3:2 Sätzen. Derweil erlebte Marßel Spitzenpaar Elina Vakhrusheva/Katarina Belopotocanova ein Waterloo gegen Lydia Lautenschläger und Ann-Marie Dahms und ging in drei Sätzen 6:11, 4:11 und 5:11 unter. Von der Niederlage sollte sich vor allem die Nummer eins der SGM nicht wirklich mehr erholen. Die Ukrainerin musste sich anschließend Prenzlaus Spitzenspielerinnen Lautenschläger und Dahms jeweils in drei Sätzen sang- und klanglos beugen.

Hoffnung schöpfte der Tabellenzweite, als Katarina Belopotocanova ESV-Spitzenfrau Lautenschläger 3:1 und Marßels Nummer drei, Jennifer Bienert, Prenzlaus Nummer vier, Foix Cable, 3:0 abgefertigt hatten. Doch die beiden SGM-Siege blieben ein Strohfeuer. Die folgenden fünf Einzelspiele wurden nämlich allesamt von den Gästen gewonnen. Wobei Julia Bütow gegen Jessica Boy und gegen Jennifer Bienert bei ihren 3:2-Siegen Fortuna zur Seite stand. Thomas Bienert nach dem rund zweieinhalbstündigen Kräftemessen: „Ein Unentschieden wäre bei optimalem Spielverlauf und optimaler Besetzung möglich gewesen. Aber insgesamt hat Prenzlau heute schneller, besser und bissiger gespielt.“

SG Marßel – TTC Eberswalde 8:5: „Wir dürfen Eberswalde nicht unterschätzen“, hatte Marßels Teamchef Thomas Bienert davor gewarnt, den Tabellensiebten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Zu Recht, wie sich am Sonnabend zeigte. Seine Mannschaft legte zwar einen flotten Start hin und lag nach den Doppeln und den ersten beiden Einzeln schnell mit 4:0 in Front. Und auch nach der zwischenzeitlichen 6:1-Führung schien der Tabellenzweite einem deutlichen Heimsieg entgegen zu streben. „Doch dann lief es plötzlich äußerst unrund“, zeigte sich Bienert ganz und gar nicht zufrieden.

Die „Rumpelphase“ der Nordbremerinnen deutete sich bereits im Spiel von Jennifer Bienert (Nummer drei) gegen Eberswaldes Nummer vier, Isabell Puskas, an. Bienert startete zunächst gewohnt stark und gewann den ersten Satz 11:4, verlor aber plötzlich den Faden und ging unter. Und als Jessica Boy (Nummer vier), sie vertrat die erkrankte Klara Bruns, und Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva gerade mit zwei ungefährdeten Siegen das Kräfteverhältnis wieder hergestellt zu haben schienen, geriet der Tabellenzweite auf eine steile Rutschbahn. Marßels Nummer zwei, Katarina Belopotocanova, agierte gegen Eberswaldes Nummer zwei, Carolin Gragoll, zu passiv und spielte zu oft über die Rückhand der Gegnerin. Abermals Jennifer Bienert und anschließend auch Jessica Boy verloren ihre Spiele, weil sie weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Gegen Eberwaldes Spitzenspielerin Claudia Petereit zeigte die Trainer-Tochter dann zwar ihr bestes Match, ging aber phasenweise zu überhastet in den Schlagabtausch und verlor knapp mit 2:3. Marßels Vorsprung war auf 6:5 zusammengeschmolzen – die Begegnung zur Zitterpartie geworden.

Und sie dauerte an, weil Eberwaldes Nachwuchsspielerin Chiara Baltus Marßels Nummer eins Elina Vakhrusheva in arge Verlegenheit brachte, sich aber schließlich knapp mit 2:3 beugen musste. Für den Endstand zum 8:5-Heimerfolg sorgte dann Katarina Belopotocanova, die Isabell Puskas mit 3:1 auf Distanz hielt.

SG Marßel – ESV Prenzlau 2:8: Bienert/Boy – Bütow/Foix Cable 0:1 (3:11, 7:11, 11:9, 11:9, 10:12); Vakhrusheva/Blopotocanova – Lautenschläger/Dahms 0:3 (6:11, 4:11, 5:11); Vakhrusheva – Dahms 0:3 (5:11, 8:11, 6:11); Belopotocanova – Lautenschläger 3:1 (9:11, 12:10, 11:3, 11:6); Bienert – Foix Cable 3:0 (11:5, 11:3, 11:8); Boy – Bütow 2:3 (5:11, 13:11, 9:11, 11:5, 4:11); Vakhrusheva – Lautenschläger 0:3 (12:13, 3:11, 9:11); Belopotocanova – Dahms 1:3 (11:13, 6:11, 11:6, 9:11); Bienert – Bütow 2:3 (2:11, 8:11, 11:5, 11:9, 14:16); Boy – Foix Vable 1:3 (11:7, 15:17, 9:11, 9:11)

SG Marßel – TTC Finow-GEWO Eberswalde 8:5: Vakhrusheva/Belopotocanova – Gragoll/Puskaa 3:1 (10:12, 11:6, 11:2, 11:7); Bienert/Boy – Petereit Mews 3:1 (11:13, 11:7, 11:4, 11:6); Vakhrusheva – Gragoll 3:0 (11:5, 12:20, 11:7); Belopotocanova – Petereit 3:0 (11:8, 11:9, 11:5); Bienert – Puskas 1:3 (11:4, 8:11, 8:11, 7:11); Boy – Baltus 3:1 (8:11, 11:8, 14:12, 11:7); Vakhrusheva – Petereit 3:0 (11:7, 11:6, 11:4); Belapotocanova – Gragoll 0:3 (8:11, 9:11, 9:11); Bienert – Baltus 1:3 (6:11, 11:9, 9:11, 10:12); Boy – Puskas 0:3 (7:11, 7:11, 6:11); Bienert – Petereit 2:3 (11:9, 6:11, 11:8, 8:11, 7:11); Vakhrusheva – Baltus 3:2 (7:11, 11:9, 11:4, 7:11, 11:9); Belopotocanova – Puskas 3:1 (12:10, 11:7, 5:11, 11:7) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 26.02.2018

Tischtennis-Damen der SG Marßel siegen 8:6 bei Hannover 96 II und 8:0 beim TSV Watenbüttel
Marßel.Marßel ist zurück in der Spur. Nach der 2:8-Schlappe vor zwei Wochen gegen den ESV Prenzlau hat der Tabellenzweite der Regionalliga Nord die Tournee durch Niedersachsen ohne Kratzer überstanden. Bei der Reserve von Hannover 96 setzten sich die Marßelerinnen 8:6 durch, im Braunschweiger Stadtteil Watenbüttel spielten sie den heimischen TSV mit 8:0 an die Wand.
Hannover 96 II – SG Marßel 6:8:Drei Stunden und zehn Minuten benötigten die favorisierten Gäste, um die zweite Vertretung von Hannover 96 mit 8:6 in Schach zu halten. „Oft haben Nuancen den Ausschlag über Sieg und Niederlage gegeben“, sagte Marßels Teammanager Thomas Bienert nach dem Marathon-Match. Erhofft souverän gestalteten Marßels Spitzenspielerinnen Elina Vahkrusheva und Katarina Belopotivanova das erste Doppel gegen Melissa Hemmerling und Jessica Böhm (3:0). Jennifer Bienert und Jessica Boy leisteten gegen Hannovers Spitzenduo Jule Wirlmann und Sonja Radtke zwar vor allem beim 12:14 im ersten Satz erheblichen Widerstand, mussten sich aber mit 1:3 beugen.
Den stärksten Eindruck hinterließ die Nummer eins der 96er, Jule Wirlmann. Auf flinken Beinen gewann sie neben dem Doppel auch ihre drei Einzelspiele: 3:1 gegen Belopotocanova, mit etwas Glück 3:2 gegen Vakhrusheva sowie glatt mit 3:0 gegen die noch grippegeschwächte Jennifer Bienert. Doch wie von ihrem Trainer erhofft, punktete Marßel insbesondere im unteren Paarkreuz. Jessica Boy (Nummer vier) setzte sich gegen Melissa Hemmerling (Nummer drei) ebenso ungefährdet mit 3:0 durch wie gegen Jessica Böhm (Nummer vier). Und Jennifer Bienert (SGM-Nummer drei) behielt gegen Jessica Böhm mit 3:1 und gegen Melissa Hemmerling mit 3:2 die Oberhand. Auch Hannovers Nummer zwei, Sonja Radke, musste sich in einem hart umkämpften Match mit 2:3 Marßels Spitzenspielerin Vakhrusheva beugen, während sie sich gegen Marßels Nummer zwei, Belopotovanova, mit 3:1 und gegen Jessica Boy mit 3:0 behauptete. Im Endspurt aber sicherten die SGM-Topspielerinnen Vahkrusheva (3:0 gegen Hemmerling) und Belopotocanova (3:0 gegen Böhm) den 8:6-Auswärtserfolg.

TSV Watenbüttel – SG Marßel 0:8: Schnelldurchgang in der Sporthalle in Braunschweig: In 108 Minuten fertigten die Gäste den überforderten Achten ab. Und einmal mehr überzeugte das untere Paarkreuz der SG Marßel mit Jennifer Bienert und Klara Bruns, die für Jessica Boy zum Einsatz kam. Bienert (Nummer drei) fertigte Sarah Christin Behrens (Nummer vier) mit 3:0 Sätzen ab, Bruns (Nummer vier) setzte sich mit 3:1 gegen Watenbüttels Nummer drei, Margit Jeremias, durch. Und auch im Doppel gegen Jeremias und Behrens hatten Bienert und Bruns zuvor nichts anbrennen lassen. Ihr 3:1-Sieg entsprach dem Qualitätsunterschiede der beiden Paarungen. Wesentlich spannender war es im Kampf der Spitzendoppel zugegangen. Die Marßelerinnen Elina Vakh­rusheva und Katarina Belopotocanova bezwangen Watenbüttels Tandem Johanna ­Jerominek und Annette Blazek in fünf Sätzen mit 3:2, wobei die Nordbremerinnen den ersten, dritten und fünften Satz mit jeweils 11:6 für sich entschieden.
Auf ihre Kosten kamen die Zuschauer auch in den Einzelspielen im oberen Paarkreuz. Wenngleich die Watenbütteler Fans dort ebenfalls die Überlegenheit der Gäste anerkennen mussten. Den längsten Schlagabtausch lieferten sich Watenbüttels Nummer zwei, Annette Blazek, und Marßels Nummer eins, Elina Vakhrusheva. Die Marßelerin verlor zunächst die ersten beiden Sätze knapp mit 13:15 und 8:11, drehte dann aber den Spieß um und behielt in den folgenden drei Spielen die Oberhand (11:8, 11:5, 12:10).
Zuvor hatte Katarina Belopotovanova die Nummer eins des TSV Watenbüttel, Joanna Jerominek, mit 3:1 besiegt. Schließlich ließen Vehkrusheva und Belopotocanova ihren ranggleichen Gegnerinnen auch im direkten Vergleich keine Chance. Lobte Teamchef Thomas Bienert nach dem 8:0-Kantersieg seine Mannschaft: „Das war im Vergleich zum Spiel in Hannover eine ganz andere Körpersprache der Spielerinnen.“

Hannover 96 II – SG Marßel 6:8: Hemmerling/Böhm – Vakhrusheva/ Belopotocanova 0:3 (7:11, 8:11, 7:11); Wirlmann/Radtke – Bienert/Boy 3:1 (14:12, 11:4, 8:11, 11:8); Wirlmann – Belopotocanova 3:1 (6:11, 15:13, 11:9, 13:11); Radtke/Vakhrusheva 2:3 (11:7, 11:9, 11:13, 7:11, 6:11); Hemmerling – Boy 0:3 (6:11, 6:11, 8:11); Böhm – Bienert 1:3 (11:9, 9:11, 7:11, 6:11); Wirlmann – Vakhrusheva 3:2 (12:10, 7:11, 12:10, 3:11, 11:8); Radtke – Belopotoca­nova 3:1 (11:7, 11:6, 5:11, 11:7); Hemmerling – Bienert 2:3 (11:9, 8:11, 9:11, 14:12, 6:11; Böhm – Boy 0:3 (3:11, 7:11, 7:11); Hemmerling – Vakhrusheva 0:3 (4:11, 7:11, 3:11); Wirlmann – Bienert 3:0 (11:5, 11:5, 11:4); Radtke – Boy 3:0 (11:7, 11:5, 11:9); Böhm – Belopotocanova 0:3 (5:11, 10:12, 8:11)

TSV Watenbüttel – SG Marßel 0:8: Jerominek/Blazek – Vakhrusheva/Belopotonanova 2:3 (6:11, 11:7, 6:11, 11:8, 6:11); Jeremias/Behres – Bienert/Bruns 1:3 (5:11, 8:11, 15:13, 5:11); Jerominek – Belopotocanova 1:3 (5:11,8:11, 15:13, 5:11); Blazek – Vakhrusheva 2:3 (15:13, 11:8, 8:11, 5:11, 10:12); Jeremias – Bruns 1:3 (11:13, 11:9, 11:13, 7:11); Behrens – Bienert 0:3 (7:11, 1:11, 6:11); Jerominek – Vakhrusheva 9:11, 9:11, 5:11); Blazek – Belopotocanova 0:3 (9:11, 11:13, 10:12) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 19.03.2018

Saisonauftakt der SGM-Leichtathleten in Dortmund bestätigt den Kurs und weckt bei Trainer Gerold Christen den Appetit auf mehr
Marßel. Einen sehr guten Einstand in die Saison hat Fünfkampf-Landesmeister Erik Hoffmann von der SG Marßel gefeiert. Beim Hallensportfest der Dortmunder TG glänzte er mit 7,25 Sekunden als Vierter im 60-Meter-Finale der Männer. Beugen musste er sich nur Daniel Hoffmann, dem amtierenden deutschen 100-Meter-Meister der U?23, dem niederländischen Topjunior Gennaro Biswane und dem Dortmunder Sprint-As Tobias Vogt.

„Das macht Appetit auf mehr“, freute sich Trainer Gerold Christen mit seinem Schützling. Dass es mehr werden kann, hatte Hoffmann bereits im Vorlauf angedeutet, als er nach 7,20 Sekunden die Ziellinie überquerte. Seine gute Frühform bestätigte Hoffmann mit der persönlichen Bestleistung im Weitsprung von 6,37 Metern. Dies war gleichbedeutend mit dem dritten Platz in einer starken Konkurrenz.

„Gerold Christen ist es gelungen, rund um Erik Hoffmann ein sehr vielseitiges Männer-Team aufzubauen“, frohlockte Marßels Betreuer Michael Lühmann. Marcel Döge, Jan Kleinekathöfer und Philip von Estorff zeigten in Dortmund ihre Sprint-Qualitäten, blieben über 60 Meter alle unter acht Sekunden und stürmten gemeinsam mit Erik in 1:38,14 Minuten zum 4x200-Meter-Staffelsieg. „Mit dem Staffelsieg haben sie eindrucksvoll demonstriert, was für ein homogenes Team sie sind“, sagte Christen. Das Team solle auch in Zukunft bei den Mannschaftswettkämpfen aufhorchen lassen.

Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte auch Rebecca Christen bei den Frauen-Wettkämpfen. Mit 5,04 Metern setzte sie im Weitsprung ihre seit Monaten anhaltende Serie von Fünf-Meter-Sätzen fort. Diese Leistung stellen wie ihre 60-Meter-Sprintleistung von 8,71 Sekunden und ihr Kugelstoßergebnis von 8,56 Metern für ihren Trainer und Vater Gerold Christen einen klaren Fingerzeig dar: „Rebecca ist ein Muster an Konstanz. Das wird sich bei den Mehrkampf-Meetings im Sommer auszahlen.“

Die Basis für einen guten Sommer wird bekanntlich schon im Winter gelegt. Dieser Grundsatz gilt seit Jahren auch bei den Leichtathleten der SG Marßel. Deshalb hatte Gerold Christen seine Schützlinge wieder zum Trainingslager an den Leistungsstützpunkt Hannover geladen. Schließlich wollen seine Aktiven an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Darüber, dass es sich dabei um ein sehr ambitioniertes Ziel handelt, ist sich auch Gerold Christen im Klaren: „Viel mehr als der Gewinn der Fünfkampf-Landesmeisterschaft durch Erik Hoffmann, der Vizetitel im Fünfkampf durch Rebecca Christen sowie die Top-Ten-Plätze der beiden wie auch der Männer-Mannschaft unter den deutschen Leichtathletik-Fünfkämpfern lässt sich für einen kleinen Verein kaum erreichen.“

Auch wenn Titel nicht programmiert werden könnten, würde der Klub ähnliche Triumphe auch in diesem Jahr anstreben. „Ob es für den Einzelnen aufs Treppchen geht, hängt von vielen Faktoren ab. Wir wollen vor allem aber wieder sehr starke Teams ins Rennen schicken“, betonte Christen. Das Gerüst des Männerteams bilden neben Erik Hoffmann Jan Kleinekathöfer, Philip von Estorff und Justin Frost. Die Korsettstangen des Frauenteams sind Rebecca Christen und Karen Jendrek. Die Ausrichtung auf die Mannschaften verdeutlicht laut Gerold Christen die Marßeler Philosophie: „Gegenüber großen Vereinen fehlen uns die Kapazitäten zur Spezialisierung des Einzelnen. Wir stehen deshalb für die Vielseitigkeit der Leichtathletik.“ In Bremen-Nord habe sich die SGM auch zur Nummer eins in der Kinder- und Jugend-Leichtathletik gemausert. Im Wettkampfbereich sei im gesamten Stadtgebiet nur der SV Werder Bremen erfolgreicher.

An der Spitze der Bestenlisten des Bremer Leichtathletikverbands tauchen mehrfach die Namen der Marßeler Athleten auf. Bente Hoffmann ist Jahresbeste im Drei- und Vierkampf der weiblichen Jugend U16, David Borisow bester Kugelstoßer, Diskus- und Speerwerfer der männlichen Jugend U18, Charlotte Hesse erfolgreichste Drei- und Vierkämpferin der Mädchen W13, gefolgt von ihrer Trainingspartnerin Franka Zidlicky. Wurftalent Tomke Seggermann liegt zudem an der Spitze der Drei- und Vierkämpferinnen der Mädchen W12. Zudem dominierte die SGM-U12-Mannschaft in sämtlichen Staffel- und Mehrkampfteamwertungen.

„Die SGM und Gerold Christen wollen sich auf den Erfolgen aber nicht ausruhen. Die Älteren sollen den Jüngeren zum Vorbild werden und den Spaß am Sport vermitteln. So lauten die langfristigen Ziele“, ließ Michael Lühmann wissen.

Aus "Die Norddeutsche" vom 6.2.2018