Da nur Belopotocanova und Bienert je einmal gewinnen, kassiert der Regionalliga-Zweite gegen Prenzlau seine zweite Saisonniederlage

Marßel. Das war deutlich: Gegen den hervorragend aufgelegten Tabellendritten ESV Prenzlau haben Marßels Tischtennis-Regionalliga-Damen gestern mit dem 2:8 ihre zweite Saisonniederlage kassiert. „Völlig verdient“, nahm Teamchef Thomas Bienert kein Blatt vor den Mund. Schon am Sonnabend hatte seine Mannschaft den Tabellensiebten TTC Finow-GEWO Eberswalde nur mit Mühe 8:5 auf Distanz halten können. Das reichte immerhin aus, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.

SG Marßel – ESV Prenzlau 2:8: Ebenso wie am Sonnabend musste die SG Marßel auch am Sonntag in der Landskronahalle auf Klara Bruns verzichten, die mit Fieber das Bett hütete. Eine Schwächung, wie sich vor allem im Match gegen den ESV Prenzlau herausstellte. Das Team aus der Uckermarck wollte unbedingt die 4:8-Niederlage in Poppenbüttel vom Vortag ausmerzen und zugleich Revanche für die 2:8-Hinspielpleite gegen Marßel nehmen.

Den Gästen gelang denn auch ein Auftakt nach Maß. Mit Glück gewannen Julia Bütow und Mathilde Foix Cable das erste Doppel gegen Jennifer Bienert und Jessica Boy in 3:2 Sätzen. Derweil erlebte Marßel Spitzenpaar Elina Vakhrusheva/Katarina Belopotocanova ein Waterloo gegen Lydia Lautenschläger und Ann-Marie Dahms und ging in drei Sätzen 6:11, 4:11 und 5:11 unter. Von der Niederlage sollte sich vor allem die Nummer eins der SGM nicht wirklich mehr erholen. Die Ukrainerin musste sich anschließend Prenzlaus Spitzenspielerinnen Lautenschläger und Dahms jeweils in drei Sätzen sang- und klanglos beugen.

Hoffnung schöpfte der Tabellenzweite, als Katarina Belopotocanova ESV-Spitzenfrau Lautenschläger 3:1 und Marßels Nummer drei, Jennifer Bienert, Prenzlaus Nummer vier, Foix Cable, 3:0 abgefertigt hatten. Doch die beiden SGM-Siege blieben ein Strohfeuer. Die folgenden fünf Einzelspiele wurden nämlich allesamt von den Gästen gewonnen. Wobei Julia Bütow gegen Jessica Boy und gegen Jennifer Bienert bei ihren 3:2-Siegen Fortuna zur Seite stand. Thomas Bienert nach dem rund zweieinhalbstündigen Kräftemessen: „Ein Unentschieden wäre bei optimalem Spielverlauf und optimaler Besetzung möglich gewesen. Aber insgesamt hat Prenzlau heute schneller, besser und bissiger gespielt.“

SG Marßel – TTC Eberswalde 8:5: „Wir dürfen Eberswalde nicht unterschätzen“, hatte Marßels Teamchef Thomas Bienert davor gewarnt, den Tabellensiebten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Zu Recht, wie sich am Sonnabend zeigte. Seine Mannschaft legte zwar einen flotten Start hin und lag nach den Doppeln und den ersten beiden Einzeln schnell mit 4:0 in Front. Und auch nach der zwischenzeitlichen 6:1-Führung schien der Tabellenzweite einem deutlichen Heimsieg entgegen zu streben. „Doch dann lief es plötzlich äußerst unrund“, zeigte sich Bienert ganz und gar nicht zufrieden.

Die „Rumpelphase“ der Nordbremerinnen deutete sich bereits im Spiel von Jennifer Bienert (Nummer drei) gegen Eberswaldes Nummer vier, Isabell Puskas, an. Bienert startete zunächst gewohnt stark und gewann den ersten Satz 11:4, verlor aber plötzlich den Faden und ging unter. Und als Jessica Boy (Nummer vier), sie vertrat die erkrankte Klara Bruns, und Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva gerade mit zwei ungefährdeten Siegen das Kräfteverhältnis wieder hergestellt zu haben schienen, geriet der Tabellenzweite auf eine steile Rutschbahn. Marßels Nummer zwei, Katarina Belopotocanova, agierte gegen Eberswaldes Nummer zwei, Carolin Gragoll, zu passiv und spielte zu oft über die Rückhand der Gegnerin. Abermals Jennifer Bienert und anschließend auch Jessica Boy verloren ihre Spiele, weil sie weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Gegen Eberwaldes Spitzenspielerin Claudia Petereit zeigte die Trainer-Tochter dann zwar ihr bestes Match, ging aber phasenweise zu überhastet in den Schlagabtausch und verlor knapp mit 2:3. Marßels Vorsprung war auf 6:5 zusammengeschmolzen – die Begegnung zur Zitterpartie geworden.

Und sie dauerte an, weil Eberwaldes Nachwuchsspielerin Chiara Baltus Marßels Nummer eins Elina Vakhrusheva in arge Verlegenheit brachte, sich aber schließlich knapp mit 2:3 beugen musste. Für den Endstand zum 8:5-Heimerfolg sorgte dann Katarina Belopotocanova, die Isabell Puskas mit 3:1 auf Distanz hielt.

SG Marßel – ESV Prenzlau 2:8: Bienert/Boy – Bütow/Foix Cable 0:1 (3:11, 7:11, 11:9, 11:9, 10:12); Vakhrusheva/Blopotocanova – Lautenschläger/Dahms 0:3 (6:11, 4:11, 5:11); Vakhrusheva – Dahms 0:3 (5:11, 8:11, 6:11); Belopotocanova – Lautenschläger 3:1 (9:11, 12:10, 11:3, 11:6); Bienert – Foix Cable 3:0 (11:5, 11:3, 11:8); Boy – Bütow 2:3 (5:11, 13:11, 9:11, 11:5, 4:11); Vakhrusheva – Lautenschläger 0:3 (12:13, 3:11, 9:11); Belopotocanova – Dahms 1:3 (11:13, 6:11, 11:6, 9:11); Bienert – Bütow 2:3 (2:11, 8:11, 11:5, 11:9, 14:16); Boy – Foix Vable 1:3 (11:7, 15:17, 9:11, 9:11)

SG Marßel – TTC Finow-GEWO Eberswalde 8:5: Vakhrusheva/Belopotocanova – Gragoll/Puskaa 3:1 (10:12, 11:6, 11:2, 11:7); Bienert/Boy – Petereit Mews 3:1 (11:13, 11:7, 11:4, 11:6); Vakhrusheva – Gragoll 3:0 (11:5, 12:20, 11:7); Belopotocanova – Petereit 3:0 (11:8, 11:9, 11:5); Bienert – Puskas 1:3 (11:4, 8:11, 8:11, 7:11); Boy – Baltus 3:1 (8:11, 11:8, 14:12, 11:7); Vakhrusheva – Petereit 3:0 (11:7, 11:6, 11:4); Belapotocanova – Gragoll 0:3 (8:11, 9:11, 9:11); Bienert – Baltus 1:3 (6:11, 11:9, 9:11, 10:12); Boy – Puskas 0:3 (7:11, 7:11, 6:11); Bienert – Petereit 2:3 (11:9, 6:11, 11:8, 8:11, 7:11); Vakhrusheva – Baltus 3:2 (7:11, 11:9, 11:4, 7:11, 11:9); Belopotocanova – Puskas 3:1 (12:10, 11:7, 5:11, 11:7) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 26.02.2018

Saisonauftakt der SGM-Leichtathleten in Dortmund bestätigt den Kurs und weckt bei Trainer Gerold Christen den Appetit auf mehr
Marßel. Einen sehr guten Einstand in die Saison hat Fünfkampf-Landesmeister Erik Hoffmann von der SG Marßel gefeiert. Beim Hallensportfest der Dortmunder TG glänzte er mit 7,25 Sekunden als Vierter im 60-Meter-Finale der Männer. Beugen musste er sich nur Daniel Hoffmann, dem amtierenden deutschen 100-Meter-Meister der U?23, dem niederländischen Topjunior Gennaro Biswane und dem Dortmunder Sprint-As Tobias Vogt.

„Das macht Appetit auf mehr“, freute sich Trainer Gerold Christen mit seinem Schützling. Dass es mehr werden kann, hatte Hoffmann bereits im Vorlauf angedeutet, als er nach 7,20 Sekunden die Ziellinie überquerte. Seine gute Frühform bestätigte Hoffmann mit der persönlichen Bestleistung im Weitsprung von 6,37 Metern. Dies war gleichbedeutend mit dem dritten Platz in einer starken Konkurrenz.

„Gerold Christen ist es gelungen, rund um Erik Hoffmann ein sehr vielseitiges Männer-Team aufzubauen“, frohlockte Marßels Betreuer Michael Lühmann. Marcel Döge, Jan Kleinekathöfer und Philip von Estorff zeigten in Dortmund ihre Sprint-Qualitäten, blieben über 60 Meter alle unter acht Sekunden und stürmten gemeinsam mit Erik in 1:38,14 Minuten zum 4x200-Meter-Staffelsieg. „Mit dem Staffelsieg haben sie eindrucksvoll demonstriert, was für ein homogenes Team sie sind“, sagte Christen. Das Team solle auch in Zukunft bei den Mannschaftswettkämpfen aufhorchen lassen.

Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte auch Rebecca Christen bei den Frauen-Wettkämpfen. Mit 5,04 Metern setzte sie im Weitsprung ihre seit Monaten anhaltende Serie von Fünf-Meter-Sätzen fort. Diese Leistung stellen wie ihre 60-Meter-Sprintleistung von 8,71 Sekunden und ihr Kugelstoßergebnis von 8,56 Metern für ihren Trainer und Vater Gerold Christen einen klaren Fingerzeig dar: „Rebecca ist ein Muster an Konstanz. Das wird sich bei den Mehrkampf-Meetings im Sommer auszahlen.“

Die Basis für einen guten Sommer wird bekanntlich schon im Winter gelegt. Dieser Grundsatz gilt seit Jahren auch bei den Leichtathleten der SG Marßel. Deshalb hatte Gerold Christen seine Schützlinge wieder zum Trainingslager an den Leistungsstützpunkt Hannover geladen. Schließlich wollen seine Aktiven an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Darüber, dass es sich dabei um ein sehr ambitioniertes Ziel handelt, ist sich auch Gerold Christen im Klaren: „Viel mehr als der Gewinn der Fünfkampf-Landesmeisterschaft durch Erik Hoffmann, der Vizetitel im Fünfkampf durch Rebecca Christen sowie die Top-Ten-Plätze der beiden wie auch der Männer-Mannschaft unter den deutschen Leichtathletik-Fünfkämpfern lässt sich für einen kleinen Verein kaum erreichen.“

Auch wenn Titel nicht programmiert werden könnten, würde der Klub ähnliche Triumphe auch in diesem Jahr anstreben. „Ob es für den Einzelnen aufs Treppchen geht, hängt von vielen Faktoren ab. Wir wollen vor allem aber wieder sehr starke Teams ins Rennen schicken“, betonte Christen. Das Gerüst des Männerteams bilden neben Erik Hoffmann Jan Kleinekathöfer, Philip von Estorff und Justin Frost. Die Korsettstangen des Frauenteams sind Rebecca Christen und Karen Jendrek. Die Ausrichtung auf die Mannschaften verdeutlicht laut Gerold Christen die Marßeler Philosophie: „Gegenüber großen Vereinen fehlen uns die Kapazitäten zur Spezialisierung des Einzelnen. Wir stehen deshalb für die Vielseitigkeit der Leichtathletik.“ In Bremen-Nord habe sich die SGM auch zur Nummer eins in der Kinder- und Jugend-Leichtathletik gemausert. Im Wettkampfbereich sei im gesamten Stadtgebiet nur der SV Werder Bremen erfolgreicher.

An der Spitze der Bestenlisten des Bremer Leichtathletikverbands tauchen mehrfach die Namen der Marßeler Athleten auf. Bente Hoffmann ist Jahresbeste im Drei- und Vierkampf der weiblichen Jugend U16, David Borisow bester Kugelstoßer, Diskus- und Speerwerfer der männlichen Jugend U18, Charlotte Hesse erfolgreichste Drei- und Vierkämpferin der Mädchen W13, gefolgt von ihrer Trainingspartnerin Franka Zidlicky. Wurftalent Tomke Seggermann liegt zudem an der Spitze der Drei- und Vierkämpferinnen der Mädchen W12. Zudem dominierte die SGM-U12-Mannschaft in sämtlichen Staffel- und Mehrkampfteamwertungen.

„Die SGM und Gerold Christen wollen sich auf den Erfolgen aber nicht ausruhen. Die Älteren sollen den Jüngeren zum Vorbild werden und den Spaß am Sport vermitteln. So lauten die langfristigen Ziele“, ließ Michael Lühmann wissen.

Aus "Die Norddeutsche" vom 6.2.2018

Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Füchsen Berlin geht nach dem 8:2-Erfolg gegen das Regionalliga-Schlusslicht Schnelsen weiter

Marßel. Das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze der Tischtennis-Regionalliga Damen zwischen den Füchsen Berlin und der SG Marßel geht weiter. Während die Haupstädterinnen den Vorletzten TSV Watenbüttel mit 8:1 aus der Halle fegten, gönnten die Nordbremerinnen dem Schlusslicht TuS Germania Schnelsen am Wochenende in der Spielstätte an der Landskronastraße einen Zähler mehr und gewannen 8:2. SGM-Teammanager Thomas Bienert zeigte sich hoch zufrieden: „Die Mannschaft ist konstanter und stärker geworden.“


Eine Beurteilung, die sich an den Ergebnissen und im Ablauf der beiden Kräftemessen mit den Hamburgerinnen ablesen lässt. In der Hansestadt an der Elbe benötigte die Marßeler Damenriege rund drei Stunden, um schließlich in der Hinserie mit 8:6 die Oberhand zu behalten. Am Sonnabend reduzierte sie die Spielzeit um 33 Prozent und die SGM stand nach zwei Stunden als unangefochtener 8:2-Sieger fest. Es war der neunte doppelte Punktgewinn im zehnten Saisonmatch. Der klare und hoch verdiente Erfolg ist umso höher zu bewerten, als die SG Marßel ohne ihre Spitzenspielerin Elina Vakrusheva antrat.

Für die Ukrainerin führte die etatmäßige Nummer zwei, Katarina Belopotocanova, das Quartett an. Zu Recht, wie sich herausstellen sollte. Die junge Slowakin ließ nichts anbrennen, punktete im Doppel an der Seite von Jennifer Bienert (3:0) und setzte sich anschließend gegen Schnelsens Nummer zwei, Viet Than Tran, mit 3:1 durch, bevor sie zum ultimativen Match gegen Schnelsens Nummer eins, Elena Uludintceva, antrat. In einer hochspannenden Auseinandersetzung ging die Marßelerin nach einem 0:2-Rückstand (6:11,9:11) noch als 3:2-Siegerin von der Platte, weil sie in den letzten drei Durchgängen stets die besseren Nerven besaß (12:10, 11:9, 11:9). Thomas Bienert bescheinigte Katarina Belopotocanova eine Top-Vorstellung.

Ein viertes Mal brauchte die 17-Jährige nur deshalb nicht mehr anzutreten, weil ihre Teamkameradinnen souveräne Arbeit ablieferten. Zwar musste sich Jennifer Bienert an Position zwei Schnelsens Spitzenspielerin Uludintceva mit 1:3 beugen und den Gästen nach der Niederlage von Jessica Boy und Klara Bruns im ersten Doppelspiel den zweiten Pluspunkt überlassen. Alle anderen Partien aber entschied der Tabellenzweite zu seinen Gunsten, ohne die Fans in der Halle auf die Folter zu spannen.

Dazu trugen Jennifer Bienert (Nummer zwei) nach ihrem Dreisatzsieg an der Seite von Katarina Belopotocanova im zweiten Doppel mit einem glatten Drei-Satz-Sieg gegen Schnelsens Nummer zwei, Viet Than Tran, sowie die an dritter Position spielende Jessica Boy mit einem 3:1 über Schnelsens Nummer vier, Daniela Hennig, und einem 3:0 gegen die an dritter Position eingesetzte Julietta Gez bei.

Auch Klara Bruns (Nummer drei) fertigte Gez mit 3:0 ab, ließ aber gegen Hennig nach einer 2:0-Führung noch einmal einen Hauch Spannung aufkommen, weil sie den dritten Satz überraschend 6:11 abgab. Doch nach einer Aufmunterung und taktischer Beratung durch ihren Coach entschied sie den vierten Satz mit 11:7 für sich.

Damit hatten die Nordbremerinnen ihr neuntes Spiel gewonnen – und mit 18:2 Punkten aus zehn Begegnungen ist die SG Marßel schärfster Verfolger des erklärten Meisterschaftsfavoriten und Spitzenreiters Füchse Berlin.

SG Marßel – TuS Germania Schnelsen 8:2: Boy/Bruns - Uludintceva/Hennig 0:3 (7:11, 4:11, 6:11); Belopotocanova/Bienert Tran/Gez 3:0 (11:9, 11:5, 11:7); Belopotocanova – Tran 3:1 (9:11, 11:8, 11:7, 11:7); Bienert – Uludintceva 1:3 (11:9, 6:11, 6:11, 11:13); Boy – Hennig 3:1 (11:7, 11:7, 6:11, 11:6); Bruns – Gez 3:0 ( 11:6, 11:4, 11:7); Belopotocanova – Uludintceca 3:2 (6:11, 9:11, 12:10, 11:9, 11:9); Biener – Tran 3:0 (11:5, 11:3, 11:9); Boy – Gez 3:0 (11:4, 11:6, 11:9); Bruns – Hennig (3:1 (11:9, 11:7, 6:11, 11:7) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 15.01.2018

Jennifer Bienert nach 4:2-Finalsieg gegen Mannschaftskollegin Klara Bruns wieder Landesmeisterin
Marßel. Jennifer Bienert von der SG Marßel hat ihren Titel als Bremer Tischtennis-Meisterin erfolgreich verteidigt. Wie vor einem Jahr besiegte die 22-Jährige im Endspiel im Waller Sportzentrum am Hohweg ihre Vereinskollegin Klara Bruns (18). Bruns hatte sich im Halbfinale gegen Tatiana ­Pokrovskaya vom SV Werder Bremen durchgesetzt.Bienert und Bruns qualifizierten sich mit ihren Platzierungen für die norddeutschen Tischtennis-Meisterschaften, die am Wochenende (3./4. Februar) in Pinneberg stattfinden. Ebenfalls am Start wird dann bei den Männern Rene Reißig vom Neurönnebecker TV sein, der im kleinen Endspiel Timo Hillebrand (Tura Bremen) ohne Satzverlust bezwang. „Ein ordentlicher dritter Platz und eine souveräne Leistung“, erklärte NTV-Spartenleiter Gerhard Richter.Nachdem im vergangenen Jahr nur fünf Spielerinnen an der Bremer Verbandsmeisterschaft der Damen teilgenommen hatten, kämpften jetzt acht um den Titel. Jennifer Bienert ließ in ihrer Gruppe nichts anbrennen, besiegte Tatiana Pokrovskaya und Bianca Rösler (BTS Neustadt) jeweils glatt mit 4:0 und gab nur gegen Hanna Stahl beim 4:1-Erfolg einen Satz ab.

Frühe Entscheidung

In der Gruppe B fiel die Entscheidung um den Sieg bereits im ersten Match zwischen den beiden Marßelerinnen Klara Bruns und Jessica Boy. Bruns setzte sich 4:1 durch und gönnte den Werderanerinnen Birte Grensemann und Sarah Peper anschließend keinen Satzgewinn. Boy machte ebenfalls kurzen Prozess mit ihnen und gewann 4:1 und 4:0.Spannender verliefen die Halbfinals. Klara Bruns lag 0:2 und 1:3 gegen Tatiana Pokrovskaya zurück, bevor sie mit einem starken Finish doch noch 4:3 gewann. Auch Jennifer Bienert hatte Mühe, um nach einem 2:3-Rückstand gegen ihre Vereinskollegin Jessica Boy zu einem 4:3-Erfolg zu kommen. Im Endspiel trumpfte zunächst Klara Bruns auf, ging mit 2:0 Sätzen in Führung, bevor Jennifer Bienert das Spiel drehte und schließlich 4:2 siegte – und den Titel gewann.Im Match um den dritten Platz unterlag Jessica Boy der Werderanerin Tatiana Pokrovskaya mit 2:4. Weil die aber nicht an den norddeutschen Meisterschaften teilnehmen kann, ist für Jessica Boy ein sogenannter Verfügungsplatz beantragt worden. Möglicherweise fahren also drei Marßelerinnen am ersten Februar-Wochenende nach Pinneberg. Dort werden sie dann auch Rene Reißig sehen. Der Rönnebecker gehörte zu den insgesamt 23 Herrenspielern, die im Sportzentraum am Hohweg um den Titel des Bremer Verbandsmeisters kämpfen.Mit von der Partie in Walle waren auch die Nordbremer Sven Reichardt, Christian Schumacher (beide SG Marßel), Vlad Marjasov und Maxime Meger (Neurönnebecker TV), Tobias Burkhardt (SG Aumund-Vegesack) und Marc Rosebrock (FT Hammersbeck). Mit Schumacher, Burkhardt, Reißig, Meger und Marjasov erreichten fünf Nordbremer das Achtelfinale.Den Sprung ins Viertelfinale schafften noch Schumacher, Reißig und Marjasov. Dort musste sich der Marßeler Christian Schumacher nach hartem Kampf dem späteren Turniersieger und Bremer Meister Maximilian Wojciechowski (ATSV Habenhausen) mit 2:4 beugen, während Tobias Burkhardt beim 0:4 gegen Rene Reißig chancenlos war und Vlad Marjasov beim 3:4 gegen Martin Hill (SV Werder Bremen) glücklos agierte. Auch in den Halbfinals fielen die Entscheidungen erst im siebten Satz.Rene Reißig schrammte ebenso knapp mit 3:4 am Finaleinzug vorbei, wie Timo Hillebrand gegen Martin Hill. Im Spiel um Platz drei aber ließ der Rönnebecker dem Turaner Hillebrand keine Chance und fertigte ihn mit 4:0 ab, während Wojciechowski das Endspiel deutlich mit 4:1 gegen Hill für sich entschied.

Aus "Die Norddeutsche" vom 24.01.2018

 

Paul Fischer und Paul Pundt setzen sich im Staffel-Wettbewerb des Marßeler Crosslaufes durch

Marßel. Die SG Marßel hat die sechste Auflage ihres Advents-Crosslaufes erfolgreich über die Bühne gebracht. „Dank der hervorragenden Vorbereitung und Durchführung des Crosslaufes waren die rund 100 Läuferinnen und Läufer hochzufrieden“, zog Marßels ehemaliger Vorsitzender Werner Müller ein positives Fazit.

Trotz oder gerade wegen der streckenweise sehr anspruchsvollen Wegstrecke im Pellens Sport-Park an der Marßeler Landstraße hätten diese auch stolz auf die gezeigten Leistungen sein dürfen, so Müller. Die meisten Teilnehmer wollten den Crosslauf nicht für sich alleine bestreiten. Deshalb begaben sich immerhin insgesamt 20 Staffeln auf die 8000-Meter-Strecke mit vier Runden zu jeweils 2000 Metern.

Dabei gab es zum einen Zweier- und Vierer-Teams, die sich nach 4000 Metern beziehungsweise alle 2000 Meter ablösten. Zum anderen taten sich aber auch Formationen mit drei Läufern zusammen. Aber unabhängig von der Anzahl der Läufer einer Staffel, musste jeder Starter erst einmal zumindest 1000 Meter bewältigen, um den Staffelstab weitergeben zu dürfen. Je jünger die Läufer waren, desto mehr Starter durften sie auch in die Staffel packen. Am Ende überquerte das Zweier-Team „Paulchen Panther“ mit Paul Fischer (SG Marßel) und Paul Pundt (LG Bremen-Nord) in 33:28 Minuten als schnellste Staffel die Ziellinie.

Die beiden Pauls distanzierten die zweitplatzierten „Rehcats“ mit Jan Kleinekathöfer und Rebecca Christen von der SG Marßel um mehr als drei Minuten. Platz drei sicherten sich die vereinslosen Georg Henschel und David Heidenreich als „1. LG Partizan Bremen“ in exakt 38 Minuten.

Das beste Schulteam bildeten Mika von Lübke sowie Jakob Bavendam und Daniel Gaspert von der Oberschule Helsinkistraße in 39:31 Minuten auf Rang fünf. Das Trio war gerade einmal elf Jahre alt. Insgesamt beteiligten sich zehn Gruppen dieser Schule an dem Staffel-Wettkampf. Die Hoffnung von Organisator Kurt Pfeifenberger, dass auch noch weitere Schulen Staffeln stellen, erfüllte sich indes nicht.

Auch nur 53 Sekunden langsamer als Paul Fischer und Paul Pundt war Justin Frost von der gastgebenden SG Marßel als Sieger bei den Einzelläufern über die Gesamtstrecke. Damit verwies der 18-Jährige den 29 Jahre älteren und vereinslosen Michael Lühmann gleich um 9:07 Minuten auf die zweite Position. Als schnellste Einzelläuferin kristallisierte sich Simone Schröder von der TuSG Ritterhude heraus. Diese wurde nach 45:48 Minuten im Ziel begrüßt. Ältester Läufer in diesem Feld war Wolfgang Thiede vom Blumenthaler SV. Der 57-Jährige verbuchte als Sieger der Altersklasse M55 eine Zeit von 47:24 Minuten. Nach 48 Minuten beendete Andreas Thoden vom TSV St. Magnus als Gewinner der Altersklasse M35 erfolgreich seinen Lauf. Olaf Ruprecht absolvierte den Wettbewerb in knapp unter einer Stunde zudem als Erster der Männer M50.

„Einen Läufer-Zuwachs gab es über die 1000 Meter zu verzeichnen“, frohlockte Werner Müller. Hier siegte nach 4:08 Minuten der erst neunjährige Matthis Kolweyh von der SG Marßel. Der sogar noch zwei Jahre jüngere Louis Hoppe von der TuSG Ritterhude folgte diesem aber in einem Abstand von nur sechs Sekunden. Beide hatten sich einen spannenden Zweikampf um den Triumph geliefert.

Als schnellste 1000-Meter-Läuferin entpuppte sich Marßels Luisa Ruppelt. In 4:21 Minuten hielt sie ihre Klubkollegin Carolina Veitenhansl um zehn Sekunden auf Distanz. „Hochzufrieden kündigten die Läufer nach der stimmungsvollen Siegerehrung durch den Vereinsvorsitzenden Heiko Klepatz und den Organisator Kurt Pfeifenberger in der Begegnungsstätte der SG Marßel ihr Wiederkommen im nächsten Jahr an“, teilte Werner Müller mit.

„Einen Läufer-Zuwachs gab es über die 1000 Meter zu verzeichnen.“ Werner Müller, Ex-SGM-Vorsitzender

Aus "Die Norddeutsche" vom 15.12.2017