Beim Leichtathletik-Sportfest des TuS Huchting in der Halle des Weserstadions zeigte die U10 und U12 der SG Marßel der Konkurrenz die Hacken. Mit deutlichem Vorsprung entschieden sie die Pendelstaffel für sich und reckten stolz den Siegerpokal in die Höhe.

Neben Schnelligkeit waren Technik und Reaktionsfähigkeit auf der 30m-Strecke gefragt. Eine Bahn war immer ohne Hindernisse zurückzulegen, dann ging es über diverse Hürden, der Staffelstab musste korrekt übergeben und durfte nicht verloren werden. Herausforderungen, die das SGM-Team fehlerfrei meisterte und ihren Trainer Gerold Christen begeisterte. „Alle waren hochkonzentriert und motiviert, ein perfektes Rennen.“

Dass mit ihnen in der Staffel zu rechnen sein wird, hatten zuvor die U12-Kids der SGM schon im Kinderleichtathletik-Vierkampf bewiesen. Nach den Disziplinen Sprint, Additionssprung, Medizinball-Stoß und Hindernis-Wurf mussten sie sich lediglich der Mannschaft des SV Werder geschlagen geben. Dabei hatten sie im Sprint und Sprung bereits ihr Lauftalent aufblitzen lassen. Qualität, die dann auf den Punkt abgerufen wurde und Trainer Christen die Mission Titelverteidigung ausriefen ließ: „2019 wollen wir wieder den Pokal.“

So das Resumee der SG Marßel-Leichtathleten nach ihren erfolgreichen Wettkämpfen beim Hallensportfest des B.V. Teutonia Lanstorp in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle.

Fußballfans pilgern in die angrenzende Signal-Iduna-Arena, die Helmut-Körnig-Halle ist ein Mekka der Leichtathleten. Sie bietet Platz für 3000 Zuschauer und ist vor allem regelmäßig Austragungsort hochkarätiger Jugendwettkämpfe.  Die SGM nutzt seit Jahren die Chance, sich in Dortmund mit versierten Athleten aus NRW und den Niederlanden zu messen. Eindrucksvoll stellten sie auch 2018 ihr Talent unter Beweis.

Das I-Tüpfelchen auf einen nahezu perfekten Tag setzte Clara Ruppelt.  Sie siegte mit 1,30m im Hochsprung der W12 und zeichnete sich mit 7,07m als beste Kugelstoßerin ihrer Altersklasse aus. Eine Leistung, die Trainer Gerold Christen begeisterte. „Das hat meine Erwartungen vollkommen übertroffen.“  Die SGM und Christen nutzen die Dortmunder Veranstaltungen, um ihre jungen Athleten an große Wettkämpfe heranzuführen. „Anfahrt, Hallendimensionen, Zuschauer- und Teilnehmermenge  - in Dortmund geht es für uns eigentlich mehr um Lernprozesse als um Ergebnisse.“

Die SGM-Athleten hatten den Lernprozess offensichtlich schnell abgeschlossen.  Das stellten sie eindrucksvoll in der 4x100m-Staffel der WU14 unter Beweis. In der Besetzung Michelle Schlegel, Annika Sajnog, Clara Ruppelt und Tomke Seggermann liefen sie in 60,23s als Zweitplatzierte unter 9 Teams ins Ziel. Ein Resultat, was nach Trainer Gerold Christen sehr hoch einzuschätzen ist. „Die Mädchen kommen aus der U12, mussten bisher nur 50m-Sprints bestreiten und  hauen über diese Distanz dann so einen raus – sensationell.“

Großartig auch der zweite Platz Annika Sajnog im Weitsprung der W12. Mit persönlicher Bestleistung von 4,11m ließ sie gleich 52 Konkurrentinnen hinter sich.

Gemeinsam mit Michelle Schlegel stellt Annika auch die Sprinthoffnung der SGM dar. Fast zeitgleich überquerten sie in 9,36s beziehungsweise 9,35s die 60m-Ziellinie.

Bei den Podiums-Platzierungen der jüngeren Jahrgänge fast unbemerkt aber nicht weniger glanzvoll fielen die Ergebnisse erfahrenen W15-Athletin Bente Hoffmann aus.  8,95m im Kugelstoß bedeuteten nicht nur persönliche Bestleistung sondern auch Platz 2 in einem starken Teilnehmerfeld.